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Kanton Obwalden verschafft sich Gehör

Die Obwaldner Volksvertreter im Bundeshaus stellen sich den Fragen von «Direkt aus Bern».
Nationalrat Karl Vogler, Kantonsrat Dominik Rohrer und Ständerat Erich Ettlin (von links) im Obwaldnerhof in Sarnen. (Bild: PD)

Nationalrat Karl Vogler, Kantonsrat Dominik Rohrer und Ständerat Erich Ettlin (von links) im Obwaldnerhof in Sarnen. (Bild: PD)

(pd) Nach der Herbstsession stellten sich die beiden Obwaldner Vertreter in den eidgenössischen Räten an der Veranstaltung «Direkt aus Bern» einmal mehr den Fragen von Kantonsrat Dominik Rohrer. Gross war das Interesse und das Säli des Obwaldnerhofs in Sarnen bis auf den letzten Platz besetzt. Der Rückblick auf die vergangene Session umfasste einmal mehr eine reiche Vielfalt an Themen: vom Wolf über die weiterhin bestehende «Heiratsstrafe» und das CO2-Gesetz bis zur knappen Wiederwahl des Bundesanwalts Michael Lauber.

Für Nationalrat Karl Vogler war es die letzte Session. Es wurde aber schnell klar, dass er nicht der Typ ist, der seine Zeit im Bundesparlament ruhig ausklingen lässt. Etwa auf der Suche nach einem akzeptablen Kompromiss zur Konzernverantwortungsinitiative zeigt er bis zur letzten Minute vollen Einsatz. Zudem reichte er einen Vorstoss zur Digitalisierung des Untergrundes ein, auf den er in seiner Tätigkeit als Notar gekommen ist. Ein Vorstoss von Erich Ettlin wiederum war im Ständerat erfolgreich, er zielt auf die Stärkung der Eigenverantwortung in der Vorsorge (3. Säule).

Trockene Knochenarbeit

Im zweiten Teil wurde über einen längeren Zeitraum Bilanz gezogen. Wie auch die Nationalratspräsidentin in ihrer Würdigung der abtretenden Nationalräte erwähnte, ist es Karl Vogler dank seinem juristischen Sachverstand und einer soliden Dossierkenntnis gelungen, die Anliegen unseres Kantons etwa im Bereich des Hochwasserschutzes, der Raumplanung und des Landschaftsschutzes erfolgreich einzubringen. In seinem persönlichen Rückblick bestätigte er, dass sehr viel trockene Knochenarbeit dahintersteckt, wenn man sich in Bern als einziger Vertreter eines Kantons Gehör verschaffen will. Es spricht auch für sich, dass er es zum Abschluss seiner politischen Karriere mit einem Bild auf die Titelseite des «Blicks» geschafft hat, ohne allerdings einen Skandal provoziert zu haben. Erich Ettlin, der sich in Bern in kurzer Zeit ebenfalls sehr gut eingelebt hat und inzwischen zu den Schwergewichten der kleinen Kammer zählt.

Auch Ständerat Ettlin kann den Wahlen vom 20. Oktober gelassen entgegensehen. Da keine zweite Kandidatur eingegangen ist, ist er bereits in stiller Wahl in seinem Amt bestätigt. Er nehme diese Aufgabe nach wie vor sehr gerne wahr und sei gespannt, wie sich die kleine Kammer in der neuen Zusammensetzung verändern werde, da fast die Hälfte nicht mehr zu den Wahlen antritt.

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