KANTON OBWALDEN: Vorbehalte gegen Schweiz in Grossregionen

Der Regierungsrat kann einer Einteilung der Schweiz in Grossregionen nur zustimmen, wenn weiterhin Daten auf kantonaler und gemeindlicher Stufe zur Verfügung stehen.

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Volkszählung in Luzern im Jahr 2000. (Archivbild Peter Appius/Neue LZ)

Volkszählung in Luzern im Jahr 2000. (Archivbild Peter Appius/Neue LZ)

Der Regierungsrat stellt sich nicht gegen die Absicht des Bundesamts für Statistik, die Bundesstatistik verstärkt auf die europäische Statistik auszurichten, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Obwalden. Allerdings könne er diesem Vorhaben nur zustimmen, wenn weiterhin Daten auf kantonaler und gemeindlicher Stufe zur Verfügung stünden.

Das Bundesamt für Statistik geht davon aus, dass der Systemwechsel bei der Volkszählung von der Vollerhebung zur Registerzählung den statistischen Grossregionen zu grösserer Bedeutung verhelfen würde. Die Konferenz der regionalen statistischen Ämter der Schweiz schlägt deshalb vor, die Perimeter der bisherigen Grossregionen (Genfersee, Espace Mittelland, Nordwest-schweiz, Zürich, Ostschweiz, Zentralschweiz, Tessin) zu überprüfen und diese noch stärker an funktionalen Räumen auszurichten.

Grossregion Zentralschweiz soll beibehalten werden
Der Regierungsrat des Kantons Obwalden spricht sich gegen eine Neuzuteilung gestützt auf funktionale Räume aus und befürwortet grundsätzlich die Beibehaltung der bisherigen Grossregion Zentralschweiz. Denn durch die registergestütze Volkszählung würden bereits wesentliche Daten veroren gehen, die für die Planung auf Kantons- und Gemeindestufe von grosser Bedeutung seien, heisst es in der Mitteilung weiter.

Und selbst wenn eine Neuzuteilung erfolgen sollte, sei der Kanton Obwalden immer als ganzes einer Region zuzuordnen. Die Ausrichtung werde stets im Verbund mit den Kantonen Luzern und Nidwalden sein.

ana