KANTON: Obwaldner Wirtschaft wächst langsamer

Obwalden entwickelt sich 2015 überdurchschnittlich dynamisch. Das prognostiziert das BakBasel. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts fällt jedoch geringer aus als im Resten der Zentralschweiz.

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Die Bauwirtschaft im Kanton Obwalden dürfte sich in diesem Jahr etwas abschwächen. Im Bild: Die Baustelle beim Bahnhof Engelberg (Symbolbild). (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Bauwirtschaft im Kanton Obwalden dürfte sich in diesem Jahr etwas abschwächen. Im Bild: Die Baustelle beim Bahnhof Engelberg (Symbolbild). (Bild: Corinne Glanzmann)

Das Wachstum des Obwaldner Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,5 Prozent zeigte sich im 2014 deutlich dynamischer als dasjenige der Schweiz (+2,0 Prozent) und der Zentralschweiz (+2,2 Prozent). Der Kanton profitierte von einem starken sekundären Sektor. Alle wichtigen Branchen im verarbeitenden Gewerbe wuchsen überdurchschnittlich stark.

Dank der globalen Konjunktur dürften sich die negativen Auswirkungen der Euroschwäche auf die Obwaldner Industrie in Grenzen halten. Das Bakbasel rechnet für den Kanton Obwalden in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts noch um 1,6 Prozent. Die Forscher gehen davon aus, dass die Investitionsgüterindustrie (+2,9 Prozent) sowie die Hersteller von Nahrungsmitteln (+2,0 Prozent) die Wachstumsmotoren des Kantons bleiben werden.

Die Bauinvestitionen dürften gemäss den Prognosen den Höhepunkt erreicht haben. Als vorlaufende Indikatoren deuten die Baugesuche auf eine Abschwächung der Baudynamik hin.

Die Hotelübernachtungen im Kanton Obwalden stiegen im 2014 um 3,4 Prozent. Diese positive Entwicklung war sowohl bei inländischen wie auch bei ausländischen Gästen zu beobachten. Für den Obwaldner Tourismus spielen die Gäste aus dem Mittleren und Fernen Osten eine zentrale Wachstumsrolle. Bei den europäischen Gästen allerdings ist eine rückläufige Tendenz erkennbar.

HINWEIS
Details der Wirtschaftsprognose Kanton Obwalden sind auf der Website der Obwaldner Kantonalbank publiziert: www.owkb.ch

red