Kanton will Hochwasserschutz präzis planen

Die Planung für den Hochwasserschutz in Sarneraatal laufen auf Hochtouren. Um möglichst präzise Zahlen zu erhalten, will der Kanton die Projekte im Totalunternehmer-Verfahren auszuschreiben.

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Sarneraa unterhalb der Schwanderbrücke. (Archivbild/ Neue OZ)

Sarneraa unterhalb der Schwanderbrücke. (Archivbild/ Neue OZ)

Nachdem die Mittel für den Hochwasserschutz sowohl vom Volk, als auch vom Kantonsrat Obwalden gesprochen wurden, geht es nun an die Planung der einzelnen Projekte. Zwei Varianten stehen derzeit zur Debatte: «Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost» sowie «Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert».

Stollenbauwerk im Totalunternehmer-Verfahren ausgeschrieben

Um für den Variantenentscheid möglichst präzise und verbindliche Zahlen zu erhalten, soll für das Stollenbauwerk der Projektvariante «Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ostoe» eine funktionale Ausschreibung durchgeführt werden, teilt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement mit.

In diesem Verfahren reichen die interessierten Unternehmer verbindliche Offerten für die Planung und Realisierung des Stollenbauwerks ein. Sie müssen dabei die Vorgaben der geologischen Abklärungen berücksichtigen, die Umweltverträglichkeit nachweisen und darlegen, dass sie imstande sind, das Bauwerk innerhalb der vorgegebenen Termine zu erstellen. Mit der Ausschreibung des Stollenbauwerks im Totalunternehmer-Verfahren kann ein zentrales Anliegen der Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Sarnen erfüllt werden.

Variantenentscheid wird 2012 gefällt

Der Projektierungsablauf sieht vor, dass bis im Spätsommer 2011 ein Vorprojekt über alle Teilprojekte erstellt wird und nach der Vernehmlassung bei Bund, kantonalen Ämtern und Gemeinden bereinigt vorliegt. Für das Stollenbauwerk soll danach die funktionale Ausschreibung erfolgen. 

Der Kantonsrat wird im Spätsommer 2012 den Variantenentscheid fällen und dem Stimmvolk den Baukredit zur Genehmigung unterbreiten.

pd/bep