KANTONSGERICHT: Fussgängergruppe viel zu spät gesehen

Ein heute 55-jähriger Mann hat vor gut zwei Jahren in Sarnen eine Mutter mit ihren beiden Töchtern angefahren. Er ist zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden.

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Auf diesem Fussgängerstreifen beim Alten Gymnasium geschah der Unfall. (nachgestellte Szene; Bild Robert Hess/Neue OZ)

Auf diesem Fussgängerstreifen beim Alten Gymnasium geschah der Unfall. (nachgestellte Szene; Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Das war ein Horror-Unfall, den ich nie haben wollte», hatte der Angeklagte im Untersuchungsverfahren nach dem Unfall vom 25. Juli 2007 gesagt. Bei diesem wurden eine Mutter ein kleines Mädchen mittelschwer bis schwer verletzt. «Wir haben es hier nicht mit einem rücksichtslosen Verkehrsrowdy zu tun, sondern mit einem unbescholtenen Mitbürger, dem durch eine kleine Unaufmerksamkeit ein verheerender Fehler passierte», erklärte Staatsanwältin Esther Omlin in ihrem Plädoyer an der Gerichtsverhandlung vor einigen Tagen.

Wegen der äusserst ungünstigen Sonneneinstrahlung hätte er vorsichtiger fahren und die Geschwindigkeit den Umständen entsprechend anpassen müssen, entgegnete die Staatsanwältin. Das Kantonsgericht verurteilte den Angeklagten zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 250 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. – Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat vom Gericht die Urteilsbegründung verlangt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.