KANTONSGERICHT: Geld von Geistlichen und Betagten ertrogen

Eine heute 39-jährige Frau aus dem Kosovo hat ihrem Mann tatkräftig geholfen, die Gutgläubigkeit anderer auszunützen. Sie musste sich vor Gericht verantworten.

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Mehrfach wurde in diesem Fall Geistlichen ihre Hilfsbereitschaft zum Verhängnis. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Mehrfach wurde in diesem Fall Geistlichen ihre Hilfsbereitschaft zum Verhängnis. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Die Angeklagte, die zusammen mit ihrer Familie im Jahre 1999 als Asylbewerberin in die Schweiz gekommen war, ist vom Kantonsgericht Obwalden am 9. März im Abwesenheitsverfahren wegen verschiedener Vermögensdelikte zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Die Angeklagte war Mitte Januar zur Gerichtsverhandlung unentschuldigt nicht erschienen. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

Das Kantonsgericht sprach die Angeklagte der Mittäterschaft beziehungsweise der Gehilfenschaft in sechs Fällen des gewerbsmässigen Betruges sowie der Hehlerei für schuldig. Die gesamte Deliktsumme beträgt rund 95'000 Franken. Zu den Geschädigten gehörten vor allem Priester und Nonnen sowie betagte Personen aus dem Kanton Obwalden. An fünf Zivilkläger muss die Angeklagte insgesamt 84'500 Franken zurückzahlen. Das Urteil des Kantonsgerichtes ist noch nicht rechtskräftig.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.