KANTONSGERICHT OBWALDEN: Appelliert die Staatsanwältin?

Der Freispruch mangels Beweisen des Kantonsgerichtes Obwalden für zwei Luzerner Töfffahrer hat Staatsanwältin Esther Omlin «überrascht», wie sie auf Anfrage erklärte. In ähnlichen Fällen hätten weniger Indizien zu einem Schuldspruch geführt.

Drucken
Teilen
Esther Omlin, Staatsanwältin des Kanton Obwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Esther Omlin, Staatsanwältin des Kanton Obwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Omlin will deshalb vom Kantonsgericht das begründete Urteil verlangen, wozu sie 20 Tage Zeit hat. Je nachdem, wie der Freispruch begründet wird, entscheidet sie über einen Weiterzug ans Obergericht. Aus heutiger Sicht sei eine Appellation «eher wahrscheinlich», drückte sie sich vorsichtig aus. Zum Weiterzug hat die Staatsanwältin nach Erhalt des begründeten Urteils wiederum 20 Tage Zeit.

Die beiden Angeklagten waren der groben Verkehrsregelverletzung wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von «netto» 66 km/h auf der Brünigpassstrasse angeklagt worden. Weil das Gericht ihnen aber nicht nachweisen konnte, dass sie wirklich auch mit den beiden Töffs gefahren waren, wurden sie mangels Beweisen freigesprochen.

Robert Hess / Neue Obwaldner Zeitung