KANTONSGERICHT: Rentner 42'000 Franken «abgeknöpft»

Bereits der vierte Angeklagte einer Roma-Familie musste sich vor Kantonsgericht verantworten. Wiederum gings um erschwindelte Darlehen.

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(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Hauptpunkte der Anklage vor Kantonsgericht waren Betrug und Veruntreuung. Der Angeklagte gehörte zum Umfeld der Roma-Familie aus dem Kosovo, die mindestens 14 gutgläubigen Personen mit Lügen und gefälschten Unterlagen Bargeld und Darlehen von insgesamt über 300'000 Franken «abgeknöpft» und nicht zurückbezahlt hatte.

Der Angeklagte erbettelte sich bei einem heute über 80-jährigen Rentner Darlehen von insgesamt 42'000 Franken, die er nicht zurückzahlte. Damit er das Geld erhielt, tischte er Lügengeschichten auf.

Das Kantonsgericht folgte dem Antrag der Staatsanwältin und sprach den Angeklagten des mehrfachen Betruges mit einer Deliktsumme von 42'000 Franken schuldig. Ausserdem wurde er wegen Fahrens ohne Führerausweis, begangen 2006, schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da der Verteidiger die Begründung verlangt hat.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nid- und Obwaldner Zeitung.