KANTONSGERICHT: Trotz Schlaf noch 1,2 Promille im Blut

Sieben grosse Flaschen Bier wirken auch nach zehn Stunden Schlaf noch. Dies musste ein Töfffahrer vor Gericht erfahren.

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Auch «am Tag danach» kann Alkohol vom Körper noch nicht ganz abgebaut sein (Symbolbild). (Bild Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Auch «am Tag danach» kann Alkohol vom Körper noch nicht ganz abgebaut sein (Symbolbild). (Bild Corinne Glanzmann / Neue OZ)

«Ich hatte mich am Morgen ausgezeichnet gefühlt, als ich mich entschloss, eine Motorradtour zu unternehmen», sagte ein 51-jähriger Angeklagter vor dem Kantonsgericht Obwalden. Doch der Schein trügte: Am 29. April 2007 um 9.42 Uhr hielt die Kantonspolizei Obwalden den Luzerner Motorradfahrer auf der Glaubenbergstrasse an und führte kurz aufeinander zwei Atemalkoholtests durch. Sie fielen mit 1,22 und 1,09 Promille positiv aus. Die folgende Blutentnahme, rund eine halbe Stunde später im Kantonsspital Obwalden, ergab eine auf den Zeitpunkt der Kontrolle zurückgerechnete Blutalkoholkonzentration von minimal 1,18 Promille.

Der Luzerner Motorradfahrer akzeptierte den am 23. Mai ausgestellten Strafbefehl des Verhöramtes nicht und verlangte eine gerichtliche Beurteilung.

Schuldig gesprochen
In einem noch nicht rechtskräftigen Urteil hat das Kantonsgericht Obwalden den Angeklagten schliesslich des Fahrens in angetrunkenem Zustand schuldig gesprochen. Das Gericht hat den Luzerner zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 60 Franken und zu einer Busse von 700 Franken verurteilt.

Für das Gericht gab es laut Kantonsgerichtspräsident Guido Cotter «überhaupt keine Anhaltspunkte», dass bei der Blutprobe etwas manipuliert worden sei. Der Angeklagte habe den Abbau des Alkoholwertes im Blut nicht richtig eingeschätzt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.