KANTONSRAT: Fremdsprachenlehrer müssen lernen

Die Fremdsprachen­kenntnisse der Obwaldner Lehrpersonen müssen verbessert werden. Für die Nachqualifikation der Primar- und Sekundarschullehrer in Französisch und Englisch hat der Kantonsrat am Donnerstag einen Kredit von 600'000 Franken gesprochen.

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Damit die Kinder in Obwalden gut Fremdsprachen lernen können, müssen die Lehrer die Schulbank drücken. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Damit die Kinder in Obwalden gut Fremdsprachen lernen können, müssen die Lehrer die Schulbank drücken. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Notwendig geworden ist die Nachqualifikation durch Neuerungen im Fremdsprachenunterricht, konkret: durch das so genannte Modell 3/5 (Englisch ab der dritten, Französisch ab der fünften Primarklasse). Im Schuljahr 2007/08 gab es erstmals Primarschüler, die zwei Fremdsprachen lernten. 2009 kommen diese in die Sekundarschule.

Die grössere Erfahrung der Schüler mit Fremdsprachen bedingt auch eine höhere Sprachkompetenz der Lehrpersonen. Verlangt wird beispielsweise ein fliessendes Sprechen mit grossem Wortschatz. Ausserdem sind neue Kenntnisse der Mehrsprachendidaktik notwendig.

Niveau B1 verlangt
Für den Englischunterricht in der Primarschule wurden in den letzten Jahren bereits etwa 60 Lehrer und Lehrerinnen geschult, um den höheren Ansprüchen zu genügen. In den nächsten Jahren soll die Lehrerschaft der Primarschule in Französisch und jene der Sekundarschule in Englisch und Französisch nachqualifiziert werden.

Angestrebt wird grundsätzlich der europäische Referenzrahmen C1. Obwalden verlangt aber von seinen Lehrpersonen vorläufig lediglich das etwas weniger anspruchsvolleä Niveau B1. Das führte im Rat zu vereinzelter Kritik. Der Kredit wurde aber mit 42 zu 7 Stimmen gutgeheissen.

Rahmenkredite Umwelt
Verabschiedet hat das Parlament ferner Rahmenkredite von insgesamt sechs Millionen Franken für die Rahmenvereinbarungen mit dem Bund im Umweltbereich für die Jahre 2008 bis 2011. Es geht um Schutzbauten für Wald und Wasser, Biodiversität, Waldwirtschaft sowie Wild- und Wasservogelschutzgebiete.

sda