Kantonsrat freut sich an guter Staatsrechnung

Der Obwaldner Kantonsrat hat am Donnerstag die Staatsrechnung 2010 ohne Gegenstimme genehmigt. Diese schliesst wiederum wesentlich besser ab als budgetiert. Neben Lob gab's für die Regierung auch Kritik wegen der zu pessimistischen Budgetierung.

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Der Obwaldner Finanzdirektor Hans Wallimann, rechts, und Finanzverwalter Daniel Odermatt präsentieren die Staatsrechnung 2010. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Der Obwaldner Finanzdirektor Hans Wallimann, rechts, und Finanzverwalter Daniel Odermatt präsentieren die Staatsrechnung 2010. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Bei den Fraktionen im Parlament herrschte rundum Freude am guten Abschluss. Allerdings bemängelten die Geschäftsprüfungskommission und diverse andere Redner die zu vorsichtige Budgetierung. Die Erträge würden zu tief, der Aufwand zu hoch eingeschätzt.

Etwas anders sahen das SVP und SP, die sich für einmal einig waren. Sie stimmten nicht ein in die Kritik und bekundeten keine Mühe mit der Budgetierung. Hauptsache sei die gute Finanzlage.

Die Laufende Rechnung 2010 des Kantons Obwalden schliesst bei einem Aufwand von 295,95 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 0,2 Millionen Franken. Darin enthalten ist bereits eine nicht budgetierte Überweisung von 18 Millionen Franken an die Schwankungsreserve.

Tatsächlich resultiert somit ein Ergebnis von 18,2 Millionen Franken. Der Voranschlag rechnete lediglich mit einem Überschuss von 0,5 Mio. Franken.

Die Investitonsrechnung weist bei Ausgaben von 90,18 Mio. Nettoinvestitionen von 27,54 Millionen Franken aus. Budgetiert waren Ausgaben von 118,59 Millionen und Nettoinvestitionen von 34,32 Millionen Franken. Der Grund für die Abweichung liegt in der Verzögerung mehrerer Projekte. Der Selbstfinanzierungsgrad stieg damit auf 100,2 (Budget: 25,8) Prozent.

sda