KANTONSRAT: Kinderbetreuung: Warten auf Bundeslösung

Eine Motion der SVP zur Kinderbetreuung stiess im Kantonsrat auf offene Ohren, scheiterte aber knapp. Dafür soll es in der Jugendarbeit nun rasch vorwärtsgehen.

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Willy Fallegger, der Erstunterzeichner der Motion. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Willy Fallegger, der Erstunterzeichner der Motion. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Die Motion der SVP-Fraktion verlangte von der Obwaldner Regierung, im Steuergesetz einen Sozialabzug für die familieninterne Kinderbetreuung einzuführen. Die Begründung: Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, können diesen Aufwand nicht von den Steuern abziehen. Eltern, die berufstätig sind und ihre Kinder fremd betreuen lassen, dagegen schon. Dadurch würden «traditionelle» Familien diskriminiert.

Finanzdirektor Hans Wallimann bat das Parlament, den Vorstoss gänzlich fallen zu lassen. «Warten wir die Anpassungen ab, die momentan auf Bundesebene laufen. Das Thema kommt später ohnehin bei uns auf den Tisch.» Obwohl der Kantonsrat die Motion anschliessend und entgegen dem Willen der Regierung in ein weniger verbindliches Postulat umgewandelt hatte, wurde der Vorstoss knapp mit 26:21 Stimmen doch nicht überwiesen.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.