KANTONSRAT: Lungern: Um Fische und Fischer wird gezankt

Im Kantonsrat kam am Donnerstag die Eigenbewirtschaftung des Lungerersees auf den Tisch. Kritik an den Plänen äusserte vorab die SP-Fraktion.

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Lungern, vom Aussichtspunkt an der Brünigpassstrasse gesehen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Lungern, vom Aussichtspunkt an der Brünigpassstrasse gesehen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Ich hoffe, dass Lungern diese Chance erhält», sagte Kommissionspräsident Tony Gasser (CVP, Lungern) im Kantonsrat. Er wollte damit dem Parlament die gesetzlichen Grundlagen schmackhaft machen, die der Gemeinde Lungern eine Eigenbewirtschaftung des Lungerersees erlauben. Indem Lungern den See in Eigenregie bewirtschaftet, könnte das Dorf «ein kleines Fischereizentrum werden und sich damit von den touristischen Angeboten in anderen Gemeinden abheben», so Tony Gasser.

Vorgesehen ist der Verkauf von Tagespatenten an Gäste und Touristen, die keinen Sachkundenachweis besitzen. Dies stösst den Umweltschutzorganisationen und auch der SP Obwalden sauer auf. «Viele wissen nicht, wie man einen Fisch fachgerecht von der Angel löst und ihn tötet», gab Fraktionschefin Ruth Koch zu bedenken. Ob diese Bedenken, die die Gemeinde ernst zu nehmen versprach, fruchten, wird sich an der nächsten Kantonsratssitzung erweisen, wo es zur Schlussabstimmung kommt.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.