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KANTONSRAT: Obwalden fordert mehr Sicherheit auf A8

Nach mehrerer tödlicher Unfälle verlangt das Obwaldner Kantonsparlament vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf der A8. Der Kantonsrat hat am Donnerstag eine entsprechende Motion überwiesen.
Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen auf der A8 wie am 4. August dieses Jahres bei Alpnach. (Bild: Kapo Obwalden)

Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen auf der A8 wie am 4. August dieses Jahres bei Alpnach. (Bild: Kapo Obwalden)

Der Kantonsrat stimmte der Motion von Leo Spichtig (CSP, Alpnach) mit 47 gegen 1 Stimmen zu. Demnach muss sich der Regierungsrat beim ASTRA für zusätzliche Sicherheitsmassnahmen zwischen Sarnen Nord und Alpnachstad einsetzen.

Der zweispurige Autostrassenabschnitt ist rund sechs Kilometer lang. Die beiden Fahrspuren sind durch eine Sicherheitslinie getrennt. Von 2007 bis 2012 kam es auf der Strecke zu 25 Unfällen mit insgesamt drei Todesopfern und zwölf Verletzten. Im April und im August 2013 ereigneten sich zwei weitere Unfälle mit vier Toten.

Tempo 80 vorgeschlagen

Die Behörden müssten nun mit Sofortmassnahmen reagieren, sagte Motionär Leo Spichtig. Er schlägt etwa kurzfristig eine Reduktion des Tempos von 100 auf 80 Kilometer pro Stunde, Signalisationen und langfristig getrennte Fahrspuren vor.

Die SP begrüsse, wenn das Risiko auf der Strecke minimiert werde, sagte Kantonsrätin Ruth Koch-Niederberger (SP, Kerns). Sie wehre sich jedoch gegen einen Ausbau der Strasse mit Mittelleitplanke und vier Spuren.

Gesuch nach Bern bis Ende 2013

Der Obwaldner Regierungsrat kündigte an, bis Ende 2013 ein schriftliches Gesuch nach Bern zuschicken. Er schlägt ein durchgehendes Überholverbot, bauliche Änderungen am Mittelstreifen und die Überprüfung der Höchstgeschwindigkeit von heute 100 Kilometern pro Stunde vor. Zudem soll der Bund mittelfristig richtungsgetrennte Fahrbahnen bauen.

Für den Betrieb der Schnellstrasse ist der Bund verantwortlich. Er verbesserte im Frühling 2013 Leitplanken bei Brücken und verlängerte eine Sicherheitslinie im Bereich Wichelsee.

Wegen hoher Kosten und aus praktischen Gründen verzichtete der Bund laut Verkehrsministerin Doris Leuthard bisher auf den Bau von Mittelleitplanken.

Im Rahmen des Projekts für einen Vollanschluss Alpnach Süd will das ASTRA eine Verbreiterung der Strasse und den Einbau einer Mittelleitplanke prüfen. Deren Realisierung dürfte gemäss Bund gegen 15 Jahre in Anspruch nehmen. (sda)

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