Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KANTONSRAT: Obwalden kann Uferaufwertung beim Alpnachersee in Angriff nehmen

Am Südufer des Alpnachersees sollen wieder Flachmoore und Flachwasserzonen entstehen. Der Kiesabbau in den letzten Jahrzehnten hatte diese verschwinden lassen. Der Obwaldner Kantonsrat hat am Donnerstag einem Planungskredit für die Uferaufwertung zugestimmt und eine Kürzung abgelehnt.
Die Mündung der Sarneraa mit dem Südufer des Alpnachersees. (Bild: PD)

Die Mündung der Sarneraa mit dem Südufer des Alpnachersees. (Bild: PD)

Mit 40 zu 3 Stimmen bei 9 Enthaltungen segnete das Parlament den Kredit von insgesamt 1,05 Millionen Franken ab. Das Geld fliesst in die Ausarbeitung des Bau- und Auflageprojekts und des Umweltverträglichkeitsberichts, in die Anpassung der Schutz- und Nutzungsplanung "Städerried" sowie die Arbeiten bis zur Projektbewilligung.

Die SVP-Fraktion hatte verlangt, den Kredit um 10 Prozent auf 945'000 Franken zu kürzen. Sie kritisierte etwa die budgetierten 200'000 Franken für den Umweltverträglichkeitsbericht. Zudem wollte sie festgeschrieben haben, dass die bestehende Aue im Gebiet nicht vergrössert werden dürfe.

Eine Kürzung des Kredites erhöhe nur das Risiko von Nachtragskrediten, sagte Baudirektor Josef Hess. Bei der Umweltverträglichkeit gehe es "nicht nur um Schmetterlinge und Fische". Bezüglich der Auen plädierte er, statt eines von der SVP geforderten Kantonsratsbeschlusses, es bei einer Protokollnotiz zu belassen. Es sei weder angestrebt noch notwendig, das Auenperimeter zu vergrössern. Am Ende lehnte der Rat beide Anträge klar ab.

Einsparungen in Millionenhöhe

Im Zentrum des Projekts steht die Wiederherstellung und Aufwertung von Flachmooren und Flachwasserzonen in den durch die Kiesbaggerungen entstanden Buchten und Baggerlöchern. Es bildet zusammen mit den Projekten Hochwassersicherheit Sarneraatal und Sarneraa Alpnach das letzte Glied der gesamtheitlichen Planung der Wasserbaumassnahmen an der Sarneraa vom Sarnersee bis zum Alpnachersee.

Das Schüttvolumen beträgt bis zu 1,15 Millionen Kubikmeter. Für die Schüttungen soll Aushub- und Ausbruchmaterial aus den aktuellen Grossprojekten im Kanton Obwalden wie auch von ausserkantonalen Projekten verwendet werden.

In der vorberatenden Kommission wurde bemängelt, dass keine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt vorliege. Baudirektor Hess sagte im Rat, durch das Wegfallen von Deponiekosten könne der Kanton in einer ersten Etappe unter dem Strich rund 1,5 Millionen Franken einsparen.

An Revitalisierungsprojekten beteiligt sich der Bund mit einem Anteil von 35 Prozent bis 80 Prozent an den anrechenbaren Projektkosten. Baubeginn für die Aufwertung ist im Januar 2020 vorgesehen. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.