KANTONSRAT: Obwalden will bei Hochschulen national mitreden

Obwalden will auch als Nichtuniversitätskanton in der nationalen Hochschulpolitik mitreden können. Der Kantonsrat hat am Donnerstag den Beitritt zum Hochschulkonkordat einstimmig beschlossen.

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Obwalden will bei den Hochschulen mitreden. Im Bild das fast fertig gestellte neue Gebäude der ETH Zürich an der Leonhardstrasse. (Bild: Keystone)

Obwalden will bei den Hochschulen mitreden. Im Bild das fast fertig gestellte neue Gebäude der ETH Zürich an der Leonhardstrasse. (Bild: Keystone)

Mit dem Beitritt zum Hochschulkonkordat erhält der Kanton Obwalden als Mitglied der Hochschulkonferenz neu ein Mitbestimmungsrecht auf die gesamtschweizerische Hochschulpolitik. Das Konkordat sieht als Organe der Hochschulpolitik eine Plenarversammlung und einen Hochschulrat vor. Im Hochschulrat sollen neben den zehn Universitätskantonen vier weitere Kantone vertreten sein.

Obwalden werde mit einem Beitritt künftig dabei sein, wenn wichtige Fragen in der Hochschulpolitik diskutiert würden, sagte der Präsident der Kommission für Aussenbeziehungen, Peter Seiler (SVP). Gleichzeitig seien Empfehlungen der Konkordatsorgane etwa zum Stipendienwesen für Obwalden nicht bindend.

Enderli: Klares Bekenntnis zum Hochschulstandort Schweiz

Ein Beitritt sei ein Zeichen, dass Obwalden sich klar zum Hochschulstandort Schweiz bekenne, sagte Bildungsdirektor Franz Enderli.Am Zugang der Obwaldner Studierenden zu den Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen ändert sich mit dem Beitritt zum Konkordat nichts. Der Beitritt hat für Obwalden kaum finanzielle oder administrative Auswirkungen.

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hatte das neue Konkordat ausgearbeitet. Inhaltlich wird es von dem von den eidgenössischen Räten 2011 beschlossenen Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz bestimmt.

Das Hochschulkonkordat tritt in Kraft, wenn ihm mindestens 14 Kantone, darunter acht Universitätskantone, beigetreten sind. Volk und Stände hatten 2006 in einer Abstimmung entschieden, dass der Bund und die Kantone gemeinsam für eine koordinierte Hochschulpolitik sorgen sollen. (sda)