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KANTONSRAT OW: Die Basisstufe soll Schulschliessungen verhindern

In Obwalden dürfen Gemeinden künftig die Basisstufe einführen, aber nur in Aussenschulen. Der Kantonsrat will so Schulschliessungen verhindern. Die Basisstufe allen Schulen erlauben, wollte das Parlament hingegen aus finanziellen und bildungspolitischen Gründen nicht.
Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Mit der einstimmigen Änderung der Volksschulverordnung durch den Kantonsrat am Donnerstag dürfen Gemeinden künftig in Aussenschulen unbefristet Kindergärtler und Primarschüler der ersten und zweiten Stufe in einer Klasse unterrichten. Sie können so Kosten sparen, respektive die Schliessung von Schulen verhindern.

Die Gemeinde Sachseln hatte wegen Schülerrückgangs 2011 in der von der Schliessung bedrohten Aussenschule Flüeli-Ranft eine Basisstufe eingerichtet. Die Bewilligung für das Schulentwicklungsprojekt läuft im Sommer aus. Nun schuf das Parlament die gesetzliche Grundlage zur unbefristeten Weiterführung. Zudem haben nun sämtliche Aussenschulen die Möglichkeit, ebenfalls die Basisstufe einzuführen.

Uneinigkeit zur generellen Anerkennung

In der Vernehmlassung hatten sechs von sieben Gemeinden gefordert, dass die Einführung der Basisstufe an allen Schulen möglich werden soll. Das Parlament lehnte allerdings einen entsprechenden Antrag von Jürg Berlinger (CVP) mit 37 gegen 11 Stimmen bei 4 Enthaltungen ab.

Veronika Wagner-Hersche (CVP) sagte, vor einer generellen Einführung der Basisstufe müsse das Modell vertieft diskutiert werden. Die Gemeinden hätten bisher keine solche Anliegen geäussert. Sie sagte, dass die Basisstufe gemäss Studien gegenüber dem herkömmlichen Schulmodell mit getrennten Klassen 15 bis 20 Prozent teurer sei.

Christoph von Rotz (SVP) befürwortete die Basisstufe in Aussenschulen aus ökonomischen Gründen. Er wehrte sich jedoch dagegen, dass alle Schulen altersdurchmischtes Lernen oder ein zweites Kindergartenjahr durch die Hintertür einführen können.

Bildungsdirektor Franz Enderli erklärte, mit der Verordnungsänderung werde ein Problem in den Aussenschulen einfach gelöst. Die Regierung wolle jedoch verhindern, dass innerhalb des Kantons auf breiter Ebene verschiedene Schulformen eingeführt würden.

Jürg Berlinger (CVP) argumentierte, dass der Entscheid über eine Einführung der Basisstufe den Gemeinden überlassen werden sollte. Auch Seppi Hainbuchner (SP) plädierte in der Frage für eine Stärkung der Gemeindeautonomie. (sda)

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