KANTONSRAT OW: Obwaldner Parlament sagt Ja zu elektronischen Steuerdossiers

Der Kanton Obwalden erfasst und verarbeitet die Steuerdokumente künftig elektronisch. Der Kantonsrat hat für die Einführung des elektronischen Steuerdossiers 900'000 Franken bewilligt. Die Investition soll zu mehr Effizienz und zu einer Stellenreduktion führen.

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Rathaus in Sarnen (Archivbild). (Bild: Corinne Glanzmann)

Rathaus in Sarnen (Archivbild). (Bild: Corinne Glanzmann)

Der Rat stimmte dem Kredit mit 51 gegen 0 Stimmen zu. Die Notwendigkeit für zukünftig elektronische Steuerdossiers in der Verwaltung war in allen Fraktionen unbestritten.

Hauptziel sei es, mit dem "eSteuerdossier" den Veranlagungsprozess effizienter zu gestalten, sagte Christian Limacher (FDP), Präsident der vorberatenden Kommission.

Heute arbeitet Obwalden bei den Steuern parallel mit Papier- und elektronischen Dossiers. Neu sollen die Steuerdokumente beim Posteingang in eine elektronische Form überführt werden. Der gesamte Veranlagungsprozess kann damit papierlos durchgeführt werden. Das Projekt soll 2018 abgeschlossen werden.

Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich gemäss Regierungsrat in den ersten fünf Jahren zuzüglich Abschreibungen und Zinsen auf rund 300'000 Franken. Später sinkt der Betrag um fast 200'000 Franken.

Total könnten 3,9 Stellen eingespart werden, netto soll der Etat wegen neuen Aufgaben nur um 2,4 Stellen abgebaut werden. Total arbeiten bei der Steuerverwaltung rund 37 Personen. (sda)