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KANTONSRAT: Parlament genehmigt Wildruhezonen in Obwalden

Das Obwaldner Parlament hat den bestehenden Wildruhegebieten im Kanton definitiv zugestimmt. Die Regierung hatte provisorisch zeitlich beschränkte Schutzgebiete und Weggebote erlassen.
Eine Tafel warnt vor einer Wildschutzzone. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Eine Tafel warnt vor einer Wildschutzzone. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

In den am Donnerstag einstimmig beschlossenen Wildruhezonen werden demnach Säugetiere und Vögel vor Störungen vor allem durch Schneeschuhläufer und Freerider geschützt. Die Zonen umfassen knapp zehn Prozent der gesamten Kantonsfläche. Am stärksten betroffen sind die Regionen Engelberg und Melchsee-Frutt.

Die Zonen dürfen zu gewissen Monaten nur auf bestimmten Wegen betreten werden. Helikopter wie auch Gleitschirme und Speedflyer dürfen dann weder starten noch landen. Zudem müssen Hunde an der Leine geführt werden. Hausbesitzer und Rettungskräfte haben jederzeit Zugang.

Notwendigkeit unbestritten

Die Wildruhezonen waren im Kantonsrat unbestritten. Immer mehr Menschen würden in der Natur Erholung suchen, damit steige aber auch der Druck auf die Wildtierbestände, sagte Bruno Furrer (CVP, Lungern), Präsident der vorberatenden Kommission. Die Erfahrungen mit den von der Regierung früher erlassenen Zonen seien positiv.

Josef Stalder (CSP, Lungern) sagte, Steinböcke und Rehe müssten sich immer mehr in schwerzugängliche Gebiete zurückziehen. Der SVP-Sprecher Peter Seiler (Sarnen) warnte vorsorglich davor, später in den Wildruhezonen weitergehende Einschränkungen für Eigentümer zu beschliessen.

Eine grosse Herausforderung liege nun darin, die Leute über die detaillierten Regelungen in den Zonen zu informieren, sagte Ruth Koch-Niederberger (SP, Kerns). Hubert Schumacher (SVP, Sarnen) verlangte in seinem Votum, dass die Wildruhezonen auf einer Karte verständlich eingezeichnet und etwa übers Internet einfach abrufbar seien.

Beschwerde von Umweltverbänden hängig

Unabhängig vom Parlamentsentscheid ist umstritten, ob auch im Gebiet Graustock-Gwärtler-Schaftal an der Grenze zum Kanton Bern eine Wildruhezone ausgeschieden werden soll. Eine solche verlangen Umweltverbände. Sie hatten deswegen gegen die Nutzungsplanung Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Das Verwaltungsgericht muss noch entscheiden, ob der Schutz- und Nutzungsplan den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Auf eine Beschwerde eines Sportclubs gegen die Wildruhezone im Gebiet Nesslenstock war das Gericht im November 2013 nicht eingetreten. (sda)

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