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KANTONSRATS: Erstmals wird eine Linke höchste Obwaldnerin

Der Obwaldner Kantonsrat hat am Freitag Ruth Koch-Niederberger zu seiner neuen Präsidentin für das Amtsjahr 2015/16 gewählt. Mit der 50-jährigen Kernserin steht erstmals eine SP-Frau dem Parlament vor. Neuer Landammann ist Niklaus Bleiker (CVP).
Ruth Koch nimmt die Glückwünsche von Niklaus Bleiker (links) und Hans Wallimann entgegen. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

Ruth Koch nimmt die Glückwünsche von Niklaus Bleiker (links) und Hans Wallimann entgegen. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

Ruth Koch gehört dem Kantonsrat seit 2006 an. Mit der Primarlehrerin und PR-Fachfrau wird der Rat zum zweiten Mal nach 2006 von den Sozialdemokraten präsidiert, erstmals aber von einer SP-Frau. Neuer Vizepräsident des Parlament ist Willi Fallegger von der SVP.

Kochs Wahl war unbestritten. Im Gegensatz dazu hatte sie vor vier Jahren den Einzug ins Kantonsratsbüro als dritte Stimmenzählerin nach einer Kampfwahl gegen die CVP nur knapp geschafft. In den Folgejahren rückte Koch getreu der Praxis bis ins Präsidium auf.

In ihrer Eröffnungsrede sagte Koch, vom Parlament werde verlangt, dass es die richtigen Entscheide treffe. Was aber richtig sei, darüber gingen die Meinungen auseinander. Letztlich gelte es, Entscheide zum Wohl von Land und Leuten und zum Wohl der Schwächeren zu Fällen.

Gleich zu Beginn setzte sich die Sozialdemokratin Kraft ihres Amtes für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Parlament ein. So ersetzte sie die schrille Ratsglocke durch eine "Suva-konforme" Tierglocke. Zudem will sie im Ratssaal regelmässiger kürzere Pausen zum Lüften anordnen.

Turnusgemäss zum Landammann (Regierungspräsident) gewählt wurde der 61-jährige Niklaus Bleiker (CVP). Er gehört seit 2004 dem Regierungsrat an und steht dem Volkswirtschaftsdepartement vor. Bleiker war bereits in den Amtsjahren 2008/09 und 2011/12 Landammann.

Bleiker appellierte an die Parlamentarier, sich bei ihren Entscheiden für das Wohl des ganzen Kantons einzusetzen. Er stelle fest, dass sich in den vergangenen Jahren Kantonsräte vermehrt für ihre Gemeinde oder persönliche Interessen eingesetzt hätten.

Neuer Landesstatthalter (Vizepräsident) ist Franz Enderli von der Christlichsozialen Partei (CSP). Er wurde 2009 in die Regierung gewählt und führt das Bildungs- und Kulturdepartement. (sda)

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