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Kantonsschüler reisen in Sarnen in die Welt der Technik

Während der Technikwoche konnten Schüler aus Ob- und Nidwalden Technologien der Zukunft kennen lernen.
David von Moos
Die Kernser Sven Durrer (links) und Jonas Birrer tüfteln an ihrem Roboter. (Bild: David von Moos, Sarnen, 26. September 2019)

Die Kernser Sven Durrer (links) und Jonas Birrer tüfteln an ihrem Roboter. (Bild: David von Moos, Sarnen, 26. September 2019)

Für die bevorstehende Mars-Mission liegt in der Mehrzweckhalle der Kantonsschule Sarnen alles bereit. Auf die ausgewählten Astronauten der vierten und sechsten Klasse warten verschiedene knifflige Aufgaben, die es auf dem Weg zum Mars, auf dem Planeten selbst und auf dem Weg zurück zur Erde zu meistern gilt.

Mit Szenarien wie diesem befassen sich die Gymnasiasten aus Ob- und Nidwalden an der sogenannten Technikwoche. Die Begeisterung dafür scheint gross zu sein. Neugierig basteln die Schüler an diesem Donnerstagnachmittag an Tischen ihre Miniroboter aus Lego-Technic-Elementen zusammen. Bald darauf surrt, summt und piepst es im Raum. Nachdem die elf Schüler und eine Schülerin sich mit den Funktionen und Möglichkeiten des EV3-Roboters von Lego Mindstorms vertraut gemacht haben, geht es mit den kleinen Robotern in die Fahrschule. Dort lernen sie, die mit Ultraschall-, Licht- und Tastsensoren ausgestatteten Fahrzeuge präzise und zielgerichtet zu bewegen. Dazu müssen die Roboter entsprechend programmiert werden.

Vor 27 Jahren initiiert

26 Schüler des Kollegi Stans und der Kantonsschule Sarnen haben sich eine Woche mit der Bedeutung von Technik und Informatik auseinandergesetzt. Organisiert wurden die Workshops und Firmenbesuche von der Vereinigung «IngCH Engineers Shape our Future», welche die Technik- und Informatikwochen vor 27 Jahren initiiert hat. (dvm)

Ziel: Lösungen selber erarbeiten

Frank Ellerkamp ist mit der Projektgruppe in Sarnen zufrieden. «Die Teilnehmer sind sehr ruhig und konzentriert. Sie arbeiten selbstständig, zielorientiert und fokussiert – sehr angenehm.» Nicht immer seien die jungen Erwachsenen so engagiert bei der Arbeit. Schliesslich handle es sich um «Hard Fun», erklärt Ellerkamp. «Das Ganze soll zwar Spass machen, die Teilnehmer sollen dabei aber ganz klar auch etwas lernen.»

Ziel des Workshops sei es, dass die Schüler lernen, komplexe Aufgaben mit vorprogrammierten Bausteinen zu lösen. «Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Programmieren selbst», so Ellerkamp. «Im Zentrum steht das ingenieurmässige Arbeiten: Probleme analysieren, Lösungswege suchen, ausprobieren, verwerfen oder weiter entwickeln.» Was in der Theorie sehr trocken klingt, gehe in der Praxis mit Lego Mindstorms spielerisch von der Hand. Auf der Marsoberfläche öffnen die selbstkonstruierten und -programmierten Roboter gerade die Sonnensegel des Lego-Marsmobils.

Den Schülern gefällt’s. «Der Workshop übertrifft meine Erwartungen», sagt Robin Näpflin (17) aus Ennetbürgen, der im Kollegi Stans die vierte Klasse mit Schwerpunkt Physik und Anwendungen der Mathematik (PAM) besucht. Seine Klassenkameradin Martina Häfliger (17) aus Stans pflichtet bei: «Es macht Spass – auch wenn es schön wäre, wenn ich hier nicht die einzige junge Frau wäre.»

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