KANTONSSCHULE: Die Kanti-Kantine wird weitergeführt

Das Projekt «ZämäZmittag» an der Kantonsschule wird im Schuljahr 2008/09 fortgesetzt. Der Regierungsrat verlängert die Partnerschaft mit dem Verein und bewilligt einen Defizitbeitrag von jährlich 120'000 Franken.

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Blick in die «ZämäZmittag»-Küche. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Blick in die «ZämäZmittag»-Küche. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Das Pilotprojekt soll bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten der Kantonsschule fortgesetzt werden. Für die definitive Einführung einer Mittagsverpflegung ab Schuljahr 2010/11 werden weitere Variantenabklärungen vorgenommen.

Das Projekt ZämäZmittag wurde im letzten Sommer als so genanntes «Public Private Partnership-Projekt» (PPP-Projekt) angelegt. Der Kanton bietet seit dem Schuljahr 2007/08 in Partnerschaft mit dem Verein Zämä Zmittag eine Mittagsverpflegung für Kantonschüler an.

«Familiäre Atmosphäre»
Das erste Schuljahr mit einer eigenen Mittagsverpflegung an der Kantonsschule hat die Vorgaben betreffend der Inanspruchnahme des Angebots knapp erfüllt, kann aber bereits heute als erfolgreich bezeichnet werden, wie die Staatskanzlei Obwalden mitteilt. Die Mehrheit sei zufrieden mit den angebotenen Dienstleistungen der Mittagsverpflegung und möchte nicht mehr darauf verzichten. Als wichtiger Nebeneffekt der Mittagsverpflegung werde eine «neue Schulhauskultur mit familiärer Atmosphäre» festgestellt.

Im Durchschnitt wurden während fünf Wochentagen 80 Menüs sowie zusätzlich Sandwiches, Salatteller und Kuchen verkauft. Auf das ganze Schuljahr hochgerechnet, ergibt dies die Zahl von mehr als 15'000 Menüs, welche von ZämäZmittag produziert und verkauft worden sind. Allerdings wurde bei den Eltern auf den relativ hohen Preis für das Menü hingewiesen.

Viel Fronarbeit des Vereins
Der Verein hat im ersten Pilotjahr einen grossen Aufwand fürs Sponsoring betrieben und viele Arbeiten ehrenamtlich geleistet. Er hat im ersten Betriebsjahr eine Gesamtleistung im Umfang von 287'000 Franken erbracht (ehrenamtliche Arbeit, Umbau, Einrichtungen, Sponsoring, Spenden, usw.). Der Kanton trug die Investitionskosten der notwendigen Infrastruktur (Küche, Geräte, usw.) von insgesamt 108'000 Franken und leistet einen Betriebsbeitrag, der sich bis Ende Schuljahr auf rund 50'000 Franken belaufen wird.

Der Verein ZämäZmittag erklärt sich bereit, die Mittagsverpflegung an der Kantonsschule auch im nächsten Jahr weiterzuführen. Er geht aber davon aus, dass nach Abschluss der Projektphase die Mittagsverpflegung an der Kantonsschule unabhängig vom Verein angeboten werden soll.

Der Regierungsrat beauftragte deshalb das Bildungs- und Kulturdepartement, zusammen mit dem Finanzdepartement weitere Variantenabklärungen im Hinblick auf eine endgültige Lösung für die Mittagsverpflegung an der Kantonsschule ab Schuljahr 2010/11 frühzeitig zu prüfen. Für das Schuljahr 2008/09 be-willigte er einen Defizitbeitrag von 120'000 Franken, eingeschlossen 22'000 Franken für Investitionen.

scd