KANTONSSCHULE: Maturand zu Unrecht von der Schule gewiesen

Wegen eines Fotos in der Maturazeitung war in Sarnen ein Maturand von der Schule verbannt worden. Zu Unrecht, sagt jetzt das Bildungsdepartement.

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Blick aus der Luft auf die Baustelle der Kantonsschule Sarnen Anfang Juni. (Bild Daniel Reinhard/Neue OZ)

Blick aus der Luft auf die Baustelle der Kantonsschule Sarnen Anfang Juni. (Bild Daniel Reinhard/Neue OZ)

Der Obwaldner Schüler hatte in der Matura-Zeitung eine Foto-Story veröffentlicht, welche die Schulleitung als pornografisch taxierte. Das Bildungsdepartement gibt nun einer Beschwerde des Maturanden teilweise recht. Dieser war von der Schule gewiesen worden.

Der Ausschluss aus der Schule sei unverhältnismässig, ein Verweis aber berechtigt. Die Foto-Story enthält zwar keine pornografische Darstellung, sie deute aber eine sexuelle Handlung an. Damit würden die schulinternen Abmachungen verletzt, schreibt das Bildungsdeparement.

Das Rektorat habe mit dem Ausschluss aus der Schule richtig gehandlet, jedoch sei es unverhältnismässig, wenn er das Maturazeugnis nicht ausgehändigt bekomme.

Wegen der hängigen Beschwerde durfte der Maturand die Prüfungen ablegen und hat sie bestanden. Das Maturazeugnis wird ihm nachträglich ausgehändigt.

rem