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Kantonsspital Obwalden erhält Auftrag für Alters-Rehabilitation

Das Kantonsspital Obwalden kann neu eine geriatrische Frührehabilitation anbieten. Das Parlament hat am Mittwoch dessenLeistungsauftrag um ein solches Kompetenzzentrum mit 35 zu 7 Stimmen ergänzt.
Blick in einen Gang des Kantonsspitals Obwalden. Archivbild Corinne Glanzmann

Blick in einen Gang des Kantonsspitals Obwalden. Archivbild Corinne Glanzmann

Das Kantonsspital Obwalden kann neu eine geriatrische Frührehabilitation anbieten. Das Kantonsparlament hat gestern den Leistungsauftrag des Spitals um ein solches Kompetenzzentrum mit 35 zu 7 Stimmen bei 6 Enthaltungen ergänzt. Die geriatrische Frührehabilitation ist ein Angebot für die älteren Patienten, um deren Selbstständigkeit wiederherzustellen und zu erhalten. Laut Spitalrat bringt die Akutgeriatrie nicht nur einen Qualitätsmehrwert für Obwaldner Patienten, das Spital erhofft sich durch das neue Angebot auch zusätzlich ausserkantonale Patienten.

Dieses neue Angebot richte sich an Patienten, die vor dem Spitalaufenthalt zu Hause wohnten, nicht an Patienten in Alters- und Pflegeheimen, und konkurrenziere diese daher nicht, sagte Kommissionspräsident Urs Keiser (CVP, Sarnen). Er widersprach damit Albert Sigrist (SVP, Giswil), der eine solche Konkurrenzierung befürchtete. Die SVP sprach sich dennoch gegen die Ergänzung des Auftrags aus.

Zahlreiche Wortmeldungen zu den hohen Kosten

Neben dem Leistungsauftrag genehmigte das Parlament nach kontroverser Diskussion einen Beitrag für gemeinwirtschaftliche Leistungen und Standortsicherung in der Höhe von 6,5 Millionen Franken für das Spital. Dies nicht, ohne sich vorher in zahlreichen Wortbeiträgen über die Misere der ständig steigenden Kosten im Gesundheitssystems im Allgemeinen und des Kantonsspitals im Speziellen zu beklagen. «Tatsache ist, der Kanton ist zu klein, die Staatskasse zu leer, das Spital zu wenig rentabel, und der Wunsch der Bevölkerung, alles haben zu können, ist recht gross», fasste Hausarzt Leo Spichtig (CSP, Alpnach) zusammen.

SVP: Zu wenige Zahlen zur Rentabiliät

Die SVP wollte die Beiträge ablehnen. Albert Sigrist begründete dies damit, dass man keine genauen Fakten und Zahlen zur Profitabilität gewisser Bereiche erhalten habe. Als Finanzdirektorin könne sie das nachvollziehen, sagte Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser. Das Spital sei aber daran, bessere Daten zu erheben, um Angaben zur Rentabilität einzelner Abteilungen machen zu können. Solche Massnahmen bräuchten aber eine gewisse Zeit. Sie warnte vor einer Ablehnung der Vorlage, schliesslich habe der Kanton die medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Und Büchi hielt fest, es sei «eine völlige Illusion zu glauben, dass das Spital je auf eigenen Beinen stehen wird. Das konnte es noch nie.» (sda/fhe)

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