Kantonsspital Obwalden: Suche nach freiwilligem Hilfspersonal ist ein voller Erfolg

Rund 300 Freiwillige haben sich nach einem Aufruf beim Kantonsspital Obwalden gemeldet.

Matthias Piazza
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Eine Pflegefachfrau vor der Notfallstation des Kantonsspitals Obwalden.

Eine Pflegefachfrau vor der Notfallstation des Kantonsspitals Obwalden.

Bild: Adrian Venetz (13. März 2020)

Der Aufruf des Kantonsspitals Obwalden nach Hilfskräften in den sozialen Medien fand in der Obwaldner Bevölkerung rege Beachtung. Über 40'000 Menschen haben den Aufruf gesehen, rund 300 Freiwillige aus diversen Berufen haben sich gemeldet, um während der Coronapandemie zu helfen. Das Kantonsspital sei überwältigt von der grossen Hilfsbereitschaft und plane nun die Einsätze der Freiwilligen, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Eine Lücke bestehe aber nach wie vor im Bereich des medizinischen Hilfspersonals. Auch die vielen Zuwendungen aus der Bevölkerung würden dem Spitalpersonal Mut machen und Kraft geben.

Der Kanton Obwalden gehörte zu den letzten Regionen der Schweiz, die offiziell einen positiv getesteten Patienten zu verzeichnen hatte. Dies habe dem Kantonsspital wertvolle Zeit verschafft, um die Infrastruktur und Organisation des Spitals gemäss Pandemie-Plan im Rahmen der Möglichkeiten so gut wie möglich für die kommende Welle aufzurüsten. Die Bettenanzahl wurde von 64 auf 85 erhöht und es wurde eine kleine Intensivstation mit vier Beatmungsplätzen geschaffen. Beatmungsgeräte und weiteres notwendiges Material wurde und wird immer noch beschafft – teilweise über den normalen Einkauf, teilweise über das Militär. Aktuell wird das Kurhaus in Wilen mit Hilfe des Militärs und mit der ärztlichen Versorgung durch Hausärzte zum Aussenstandort des Spitals auf- und umgerüstet – mit 36 zusätzlichen Spitalbetten (siehe Ausgabe vom Dienstag).

In Obwalden wurde am 13. März der erste bestätigte Corona-Fall gemeldet. Bisher wurden in Obwalden 60 Personen positiv getestet. Zwei Coronapatienten sind im Kantonsspital Obwalden in Behandlung. Ein weiterer Patient konnte das Spital verlassen. Bislang wurden drei Patienten zur Intensivpflege nach Luzern gebracht, einer davon gilt bereits als geheilt.