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Katar-Fruttli-Zug muss ersetzt werden

Er ist beliebt, aber durch die vielen Einsätze reparaturanfällig: der Fruttli-Zug zwischen Melchsee und Tannalp. Nun will die Korporation einen weiteren kaufen. Auch das Freizeitangebot für die Kinder soll ausgebaut werden.
Markus von Rotz
Der Fruttlizug unterwegs. (Bild: Markus von Rotz, 29. Oktober 2016)

Der Fruttlizug unterwegs. (Bild: Markus von Rotz, 29. Oktober 2016)

Der eine hat 52088, der andere 35969 Kilometer auf seinem Zähler. Die beiden Kompositionen des Fruttli-Zugs mit zwei Loks und vier Anhängern sind seit 2009, respektive 2010 im Einsatz. Sie bringen Ausflügler von Melchsee zur Tannalp oder (müde) Wanderer von dort wieder zurück zur Bergstation, mit Zwischenhalten auf der Strecke. Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Bereits hat die Korporation Kerns drei Jahre lang eine dritte Komposition gemietet. Das Fahrzeug sei jedoch für Katar gebaut worden, die nötige Ausnahmebewilligung könne nicht erneuert werden. Das Fahrzeug entspricht darum insbesondere im Bereich der zulässigen Zuglast nicht den schweizerischen Vorschriften.

Die grosse Nachfrage zu Spitzenzeiten, nicht zuletzt auch dank Gruppenangeboten, ist ein Grund, warum die Korporation nun eine dritte Komposition kaufen will. Die Fahrzeuge zeigten aufgrund ihres Alters Verschleisserscheinungen, seien oft reparaturbedürftig und man wolle die Transportleistung auch für den Fall, dass ein Fahrzeug ausfallen sollte, sicherstellen. Der nächsten Versammlung vom 7. Mai (im Anschluss an die Gemeindeversammlung) beantragt der Korporationsrat daher den Kauf einer neuen Lok samt Wagen mit 28 Plätzen für Kosten von 285'000 Franken.

Eine halbe Million für Kinderlift und Spielplatz

Am gleichen Abend legen Korporation und Einwohnergemeinde je ein neues Angebot für Kinder auf der Frutt vor, für total eine knappe halbe Million Franken. Eltern, deren Kinder am Übungslift Vogelbüel Ski fahren oder sich im Fruttliland tummeln, können ein Lied davon singen, wie ungern ihre Sprösslinge abends mit müden Beinen den Hang in Richtung Frutt-Dörfli raufkraxeln. «Seit langem» bestehe der Wunsch, bequemer zur Bergstation zurückzukommen, schreibt die Korporation in ihrem Antrag. Geplant ist ein Verbindungslift vom Fruttliland zur Fruttstrasse (Platz vor dem Lädeli). Mit diesem kann man sich beidseitig an einem Seil mit Gummihaltegriffen nach oben ziehen lassen. 170'000 Franken will sich der Korporationsrat dieses Angebot kosten lassen.

Das Geschäft der Einwohnergemeinde betrifft den Spielplatz auf der alten Bergstation. Aufgrund des neuen Tourismusgesetzes setzt sie Gelder aus der kantonalen Tourismusabgabe gezielt für kur­örtliche Infrastruktur wie Wanderwege und Ähnliches ein. Konkret will sie den vor gut zehn Jahren erstellten Spielplatz erneuern. Es soll ein neu gestalteter Platz namens «uf der Wildi» mit Alpendörfli, einem Stall mit Rutschbahn, einer demontierbaren Seilbahn und einer Kugelbahn erstellt werden.

Man wolle mit diesem «einzigen richtigen Spielplatz» auch «der hohen kurörtlichen Bedeutung» gerecht werden, schreibt der Gemeinderat dazu. Der Spielplatz soll das ganze Jahr stehen gelassen werden, was kostspielige Auf- und Abbauarbeiten erspare. An die vorgesehenen Bruttokosten von 322'000 Franken leisten Korporationsbetriebe und Obwalden Tourismus Beiträge von total 95'000 Franken.

Gemeindeversammlungen: Dienstag, 7. Mai, 20 Uhr, Singsaal.

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