Katze Felix erfreut Mitarbeiter und Gäste
der Fruttbahn – «Ich warte darauf, dass sie ins Bähnli steigt»

Sie ist beim Personal und den Stammgästen wohlbekannt. Die Katze Felix aus der Nachbarschaft verbringt ihren Tag am liebsten bei der Talstation der Sportbahnen Melchsee-Frutt.

Matthias Piazza
Drucken
Teilen
Die Katze Felix ist regelmässiger Gast der Sportbahnen Melchsee-Frutt bei der Talstation Stöckalp.

Die Katze Felix ist regelmässiger Gast der Sportbahnen Melchsee-Frutt bei der Talstation Stöckalp.

Bild: PD (Stöckalp, 4. August 2020)

Sie sitzt auf dem Bänkli bei den Ein- und Ausgängen der Talstation Stöckalp, auf der Schaltertheke oder streicht den Mitarbeitern um die Beine. Seit gut fünf Jahren ist die Katze Felix regelmässiger und gerngesehener Hausgast der Sportbahnen Melchsee-Frutt. Wobei Gast fast etwas untertrieben ist. «Die ist mehr bei uns als anderswo», sagt Beat von Deschwanden, Technischer Leiter der Sportbahnen Melchsee-Frutt. Er hat dafür auch handfeste Beweise: «Mehrmals täglich löst die Katze den Bewegungssensor aus, wenn sie durch die Barrierenanlage hindurchspaziert, die neben der Talstation auf der Strasse zur Melchsee-Frutt steht», erzählt er.

Als sie vor fünf Jahren das erste Mal aufgetaucht sei, habe er sich noch gefragt, wem wohl diese Katze gehöre. Mittlerweile habe die Katze von der benachbarten Käserei Bergmatt bei ihren täglichen Besuchen die Herzen der Mitarbeiter und Gäste erobert. «Sie kennt schon alle Winkel und Gänge der Talstation und wohl jeden Mitarbeiter, der hier arbeitet.» Dabei beweise sie auch Intelligenz. «Wenn sie hinein oder hinaus wollte, wartete sie früher, bis sich die Schiebetür öffnete, wenn gerade Leute ein- oder ausgingen. In der Zwischenzeit hat sie herausgefunden, wie sie sich unter dem Sensor positionieren muss, damit die Tür aufgeht», sagt Beat von Deschwanden.

Streicheleinheiten und Verpflegung

Von diesem täglichen Besuch haben beide Seiten etwas. Mitarbeitern und Gästen wird eine Unterhaltung der besonderen Art geboten, und die Katze geniesst im Gegenzug Streicheleinheiten und Verpflegung, wie Beat von Deschwanden weiss. «Die Fahrgäste spendieren der Katze öfters einen Happen, wenn sie aus der Gondel aussteigen.»

Ein Sicherheitsrisiko bestehe nicht. «Die Anlagen sind geschützt, sodass sich die Katze gefährlichen Bereichen gar nicht nähern kann.» Gut zugänglich ist logischerweise die Gondel. «Ich warte auf den Moment, wenn die Katze ihre erste Gondelfahrt unternimmt», schmunzelt Beat von Deschwanden.