Kein Grundlagenfach Italienisch an der Kanti

Der Obwaldner Kantonsrat hat sich am Freitag gegen die Einführung des Grundlagenfaches Italienisch an der Kantonsschule ausgesprochen. Mit 36 zu 19 Stimmen lehnte er die Überweisung eines entsprechenden Postulates von seiten der SP ab.

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Es war die zweite, allerdings sehr kurze Italienisch-Debatte im Obwaldner Parlament. Im letzten Jahr war es um das Schwerpunktfach Italienisch gegangen, das die Regierung einer stärkeren Gewichtung der Naturwissenschaft opferte.

Als Ersatz plädierte die SP nun für die Einführung des Grundlagenfaches Italienisch an der Kantonsschule. Sie verwies dabei auf das Matura-Anerkennungsreglement (MAR), das eine solche zweite Landessprache fordere.

Bildungsdirektor Franz Enderli wies daraufhin, dass der Verzicht Obwaldens auf das Grundlagenfach Italienisch von den zuständigen Instanzen auf Bundesebene abgesegnet sei. Das sei übrigens auch im Nachbarkanton Nidwalden so. Lediglich in 19 Kantonen werde Italienisch als Grundlagenfach angeboten.

Studierende, die das Grundlagenfach Italienisch wählen, können laut Regierung die gymnasiale Ausbildung im nahe gelegenen Luzern absolvieren. Obwalden kommt in diesem Fall für die Kosten auf. Im übrigen, so Regierungsrat Enderli, könne man aber in jedem Fall Italienisch als Freifach wählen.

sda