Keine Hängebrücke über den Eisee

Die Hängebrücke über den Eisee unterhalb des Brienzer Rothorns sollte mehr Sommertouristen anlocken. Die Gemeinde Giswil machte dem Projekt nun aber einen Strich durch die Rechnung.

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330 Meter lang wäre die Hängebrücke über den Eisee. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

330 Meter lang wäre die Hängebrücke über den Eisee. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

Mit einem Erlebnisweg wollte die Luftseilbahn Sörenberg-Brienzer Rothorn AG im Sommer mehr Touristen in die Region locken. Im geplanten Rundweg sollte auch eine 330 Meter lange Hängebrücke über den Eisee enthalten sein. Weil der Standort Eisee aber nicht als touristisches Schwerpunktgebiet ausgewiesen ist und sich auch nicht in der Erholungs- und Freizeitzone befindet, hat die Gemeinde Giswil die Baubewilligung nicht erteilt.

Widerstand von Umweltverbänden

330 Meter lang wäre die Hängebrücke über den Eisee. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

330 Meter lang wäre die Hängebrücke über den Eisee. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

Während der Auflagefrist gingen gegen das Projekt Einsprachen von Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Mountain Wilderness, Pro Natura Unterwalden, WWF Schweiz sowie WWF Unterwalden ein. Da es sich vorliegend um ein Bauprojekt ausserhalb der Bauzone handelt, musste das Gesuch entsprechend dem Raumplanungsgesetz auf seine Standortgebundenheit beurteilt werden. Dabei wurde festgestellt, dass für die Anlage keine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann, teilte die Gemeinde Giswil am Freitag mit.


Die Standortgebundenheit sei bei der Hängebrücke über den Eisee nicht gegeben, begründet die Gemeinde ihren Entscheid und gibt damit dem Erhalt des Landschaftsbildes Vorzug. Zudem erstrecke sich die überlagernde Erholungs- und Freizeitzone nicht über das Gebiet direkt am Eisee. Das Gebiet Eisee sei im kantonalen Richtplan kein touristisches Schwerpunktgebiet.


pd/bep