Keine Mittelleitplanken auf der A8

Eine Unfallanalyse für die Autostrasse A8 zeigt: Wenn es kracht, endet der Unfall oft schwer. Trotzdem will das Bundesamt für Strassen keine Mittelleitplanken installieren.

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Die Autobahn A8 zwischen Alpnach und Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Autobahn A8 zwischen Alpnach und Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Anzahl Unfälle auf der Autostrasse A8 zwischen Alnpachstad und Sarnen liegt unter dem nationalen Schnitt. Das zeigt ein neues Gutachten der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Einzig bei der Unfallschwere liegt der Wert über dem Durchschnitt für Autostrassen. Trotz der markanten Zunahme des Verkehrs auf dieser Strecke von 13'000 Fahrzeugen im Jahr 1985 auf 25'000 Fahrzeuge im Jahr 2011 hat die Anzahl Unfälle im selben Zeitraum um 69 Prozent abgenommen.

Mehr Sicherheit

Das Bundesamt für Strassen Astra will nun verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aufgleisen, wie die Staatskanzlei Obwalden am Donnerstag in einer Medienmitteilung festhält. Demnach sollen im nächsten Frühling die Leitplanken bei Brücken verbessert werden und die doppelte Sicherheitslinie im Bereich Wichelsee um 150 Meter verlängert werden.

Kein Ausbau der A8

Das bfu schlägt vor, zu prüfen, ob Mittelleitplanken auf der A8 sinnvoll wären. Das Astra hält fest, dass die Sicherheit zwar erhöht werden könnte, aber Mittelleitplanken massive Nachteile im täglichen Betrieb mitbringen würden. So müsste u.a. der Pannenstreifen verbreitert und befahrbar gemacht werden. Die Intervention der Rettungskräfte würde erschwert. Auch könnte bei einer einspurigen Sperrung das Hindernis nicht mehr umfahren werden. Das Bundesamt für Strassen kommt zum Schluss, dass Mittelleitplanken den Ausbau auf vier Fahrstreifen erfordern würde. Das ist aber derzeit nicht geplant.

Aus Sicht der Obwaldner Kantonspolizei und des Kantons sind die Massnahmen des Astra nachvollziehbar und angemessen.

pd/rem