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KERNS: «Ä schlächti Uisred» führt zu Chaos

Den Kernsern Spielleuten ist die Premiere geglückt. Das Stück packt die Zuschauer und bietet viel Turbulenz, tolle Emotionen und witzige Dialoge.
Die Partnerinnen von Marcel (links, Marco Herger) und Toni (Martin Zimmermann) kommen bei ihrer Mutter Rosa Rieger (Bernadette Küchler) unterschiedlich an. Das sorgt für Stunk in der Familie. (Bild: Izedin Arnautovic (Kerns, 18. Februar 2018))

Die Partnerinnen von Marcel (links, Marco Herger) und Toni (Martin Zimmermann) kommen bei ihrer Mutter Rosa Rieger (Bernadette Küchler) unterschiedlich an. Das sorgt für Stunk in der Familie. (Bild: Izedin Arnautovic (Kerns, 18. Februar 2018))

Viel Streit, laute Stimmen, Morddrohungen und vor Wut pulsierende Halsschlagadern – und trotzdem ist der Raum gefüllt von Gelächter und Applaus. Wenn es zu so einer kontroversen Situation kommt, liegt dies an den Kernser Spielleuten. Einmal mehr haben sie das Publikum am Samstag gleich mit der ersten Aufführung des Lustspiels «Ä schlächti Uisred» unter der Regie von Knut Kaulitz begeistert.

Die Zuschauer sind gefangen in einer Geschichte voll von Verstrickungen und Verwirrungen. Es beginnt alles auf dem Bauernhof der Familie Rieger. Vater Hans (Fredi Britschgi) und Mutter Rosa (Bernadette Küchler) erwarten freudig die Ankunft ihres nach Kanada ausgewanderten ältesten Sohnes Toni (Martin Zimmermann) und seiner Frau Bessy (Nicole Ming). Vor allem Letztere lässt das Herz der Mutter höher schlagen: eine wohlhabende, kanadische Schwiegertochter – wie sie die anderen Dorfbewohner darum beneiden werden!

Am Tag der Anreise kommt aber alles anders als geplant. Der jüngere Sohn Marcel (Marco Herger) ist ganz und gar nicht erfreut, dass seine Mutter so viel Aufhebens um die kanadische Schwiegertochter macht. Grund: Seine Freundin, eine Schauspielerin an einem Theater, wird von den Eltern ziemlich unzimperlich als Schwiegertochter abgelehnt. Zudem macht Vater Hans am Morgen nicht den besten Eindruck: Er hat eine ausschweifende Nacht mit seinem Freund Paul Brunner (Sepp Durrer), dem Gemeindepräsidenten, hinter sich. Beide versuchen sich verkatert an die Geschehnisse der letzten Nacht zu erinnern. Gute Erklärungen müssen her, denn mit den Ehefrauen Rosa Rieger und Agnes Brunner (Regula Ettlin) ist nicht zu spassen! Als dann eine unbekannte junge Dame (Nadia Küchler) aus dem Gästezimmer erscheint, fängt das Chaos an.

Darsteller fällt aus und muss ersetzt werden

Am Ende des Stücks gehen die Zuschauer mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause. «Es ist jedes Jahr ein sehr unterhaltsames Theater», sagen Besucher aus Adligenswil. Vor allem schätzen sie die lustige Stimmung und die spritzigen Dialoge, wie sie zu Protokoll geben. Das Premierenpublikum war im voll besetzten Singsaal schon von Beginn weg in ausgelassener Stimmung: Es wurde bei Liedern mitgesungen oder mitgepfiffen und über die unsanfte Umgangsweise der Figuren untereinander gelacht.

Dass die Premiere erfolgreich ablief, freute auch Marco Herger, den neuen Produktionsleiter. Nur sechs Wochen vorher hatte es eine Komplikation gegeben, als Alfons Spirig, der die Rolle des Gemeindepräsidenten hatte, aus gesundheitlichen Gründen ausfiel und kurzfristig durch Sepp Durrer ersetzt werden musste. Dieser verkörpert den verkaterten und von seiner Frau streng kontrollierten Gemeindepräsidenten äusserst sympathisch und fast schon mitleiderregend.

Wer nach der Aufführung noch nicht nach Hause gehen will, kann sich im Theaterbeizli oder in der dieses Jahr grösseren Bar zu einem Schlummertrunk treffen. Das Beizli ist Freitag und Samstag bis 00.30 Uhr, Sonntag bis 22 Uhr geöffnet. In der Bar kann man bis 2 Uhr verweilen.

Nadja Häcki

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Elf weitere Aufführungen bis 24. März im Singsaal Kerns. Vorverkauf: Dienstag bis Samstag von 9 bis 11 und 15 bis 17 Uhr unter Tel. 041 660 20 32. Mehr Infos: www.theaterkerns.ch

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