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KERNS: «Bin froh, dass 2015 vorbei ist»

Wirt Daniel von Rotz trauert dem Jahr 2015 nicht im Geringsten nach. Es hat ihm wenig Gutes beschert. Für 2016 ist er trotz den Rückschlägen voller Elan.
Philipp Unterschütz
Daniel von Rotz steht nach einer Explosion in seinem Betrieb im Juni vor einem Trümmerhaufen: Der Kernser Wirt hat ein schwieriges Jahr hinter sich. (Bild Corinne Glanzmann)

Daniel von Rotz steht nach einer Explosion in seinem Betrieb im Juni vor einem Trümmerhaufen: Der Kernser Wirt hat ein schwieriges Jahr hinter sich. (Bild Corinne Glanzmann)

«Das war das schlimmste Jahr in meinem ganzen Leben, ich bin froh, dass 2015 vorbei ist», meint der Kernser Wirt Daniel von Rotz, der das Restaurant zum Turm, die Turmbar und das Pub Rosshimmel führt – vormals auch die Pizzeria Steihuis. Es fing schon schlecht an, als sich das Vordach beim «Rosshimmel» löste und aufs Trottoir krachte, wobei nur dank viel Glück keine Passanten verletzt wurden. Im Januar brannte es dann in der Küche des Restaurants Turm. «Da dachte ich noch, schlimmer kann es nicht mehr kommen», erinnert sich der geprüfte Wirt.

Doch es kam noch schlimmer. Kaum waren die Schäden im «Turm» beseitigt und der Betrieb wieder auf Vordermann gebracht, ereignete sich Ende Mai eine Explosion in einem Lagerraum seiner Pizzeria Steihuis. Dabei kam sein tamilischer Koch ums Leben. Die Explosion hatte der Koch, der von Rotz sehr nahestand, vorsätzlich selbst ausgelöst.

Wegen Unglück Betrieb verloren

«Genau dann, als die Pizzeria rentabel geworden war, hätten wir wieder bei null anfangen müssen. Dazu fehlte mir und meiner Frau nach dem Vorgefallenen die Kraft», erklärt Daniel von Rotz. Das Lokal wurde nicht mehr geöffnet. Die beliebten Pizzas werden nun im «Turm» serviert. Den Vertrag im «Steihuis» hat er per Jahresende gekündigt. So viel er wisse, suchten die Besitzer nach einem neuen Pächter. Auch versicherungstechnisch lief es schlecht. «Wir haben ein ‹Trinkgeld› bekommen. Es war eine Katastrophe, wir haben finanziell sehr viel verloren.»

Als wären die geschäftlichen Schwierigkeiten nicht genug, gab es auch noch gesundheitliche Probleme mit Operationen bei Daniel von Rotz und seiner Frau Olinda. «Zum Glück waren wir füreinander da. Nur gemeinsam konnten wir alles meistern.» Er denke, es sei Gottes Wille. «Das ist eine Lebensschulung, mit der ich umgehen muss. Ich hoffe, die Sterne stehen 2016 besser.» Er sei voll motiviert fürs nächste Jahr. Bis Ende Juni hat Daniel von Rotz bereits 27 Veranstaltungen unterschiedlichster Natur für das Restaurant zum Turm, die Turmbar und den «Rosshimmel» organisiert. «Wir geben Vollgas und wollen unseren Gästen etwas bieten. Ich will nicht noch ein Lokal verlieren.»

Gerüchte gehen ihm auf die Nerven

Für das neue Jahr hat Daniel von Rotz keine Vorsätze – die, wie er sagt, ohnehin nichts bringen –, sondern Ziele. Aber er wünsche sich Gesundheit für sich und seine Familie und dass er mit seinen guten Mitarbeitern diese Ziele auch erreiche. Und lacht dann: «Natürlich wünsche ich mir, dass alle mal zu mir essen kommen.» Nach dem Negativen im vergangenen Jahr werde er das Positive dafür umso mehr schätzen.

Und noch was wünscht sich Daniel von Rotz: dass das «cheibe Gschnorr» mal aufhöre. Momentan kursiere das Gerücht, dass er die «‹Krone› übernehmen wolle. «Da ist absolut nichts dran. Die Leute würden besser direkt auf mich zukommen, wenn sie was wissen wollen. Hier aber erzählt es einer dem anderen, und jeder dichtet noch was dazu. Vom vielen Hörensagen lernt man lügen.»

Philipp Unterschütz

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