KERNS: Dirigent der Singbuben reicht den Stab weiter

Nach 20 Jahren tritt Martin Odermatt als Dirigent der Kernser Singbuben zurück. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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Martin Odermatt gibt sein Amt als Singbuben-Leiter an Mirjam Ettlin weiter. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Martin Odermatt gibt sein Amt als Singbuben-Leiter an Mirjam Ettlin weiter. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wenn Martin Odermatt von den Kernser Singbuben spricht, benutzt er ganz selbstverständlich die «Wir»-Form. «Ich schliesse Josef und Heidi Ettlin immer mit ein, ist doch jeder öffentliche Auftritt mit der quirligen Bubenschar nur im Team möglich. Ohne Seppis feinfühlige Handorgelbegleitung, ohne Heidis mütterliche Fürsorge wäre ich auf verlorenem Posten gestanden», betont der 53-jährige Martin Odermatt. Seit 1988 hat er als Dirigent, Liederarrangeur und auch als Komponist von neuen Liedern wie «Chemid Hirtä durä Schnee» die Singbuben auf Trab gehalten. Vor ihm machte während fast 40 Jahren der unvergessliche Jost Marty «seine» 1949 gegründeten Kernser Singbuben in aller Welt bekannt. Highlights seiner Epoche waren die fünf Wochen dauernden Auftritte in der Radio City Music-Hall in New York und die drei grossen Konzerttourneen durch Japan.

Weiterhin volkstümliche Lieder
Triebfeder für die 1988 beginnende Ära von Martin Odermatt war Seppi Ettlin. «Ich leitete damals den Kerner Jodlerklub und umrahmte musikalisch mit Seppi die Firmungen. Seine Frage, ob ich Lust hätte, die Singbuben zu übernehmen, lag fast auf der Hand», erinnert sich Odermatt. Die Arbeit mit Kindern Martin Odermatt ist seit 1975 Primarlehrer habe ihm immer Spass bereitet. Zudem sei Singen, ob in der Schule oder privat, ein Teil seines Lebens. Die Buben sollten weiterhin volkstümliche Lieder singen, in einer ungezwungenen und natürlichen Art. Nicht im Ausland, sondern vor allem aus Zeitgründen in der Schweiz.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.