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KERNS: Eberli waltet nun auch auf Bonistock

Die Investoren der Eberli Sarnen AG und Yunfeng Gao halten mittlerweile die Mehrheit der Hotelbetriebe auf der Frutt. Der Direktor sieht darin viele Vorteile.
Philipp Unterschütz
Grossandrang auf den Terrassen des Hotels Bonistock in einem vergangenen Winter. (Archivbild Dominik Wunderli)

Grossandrang auf den Terrassen des Hotels Bonistock in einem vergangenen Winter. (Archivbild Dominik Wunderli)

Philipp Unterschütz

Die Besitzverhältnisse sind komplex: In den nächsten Tagen eröffnet auf der Frutt das Hotel Frutt Family Lodge. Dieses gehört dem chinesischen Investor Yunfeng Gao respektive der Frutt Resort AG, bei der auch die Eberli Sarnen AG im Boot sitzt. Im Amtsblatt war zudem vor kurzem die Gründung der Berghotel Bonistock Betriebs GmbH (BBBG) publiziert. Diese ist zu 100 Prozent im Besitz der erwähnten Frutt Resort AG. Verpächterin des Gebäudes wiederum ist die Berghotel Bonistock AG, deren Hauptaktionär Toni Eberli ist. Auch der Berggasthof Tannalp, der in Privatbesitz ist, wird seit über zwei Jahren von einer Betriebs-GmbH, ebenfalls einer Tochter der Frutt Resort AG, geführt.

Auf der Frutt gibt es also nur noch das wiedereröffnete «Glogghuis», das «Posthuis» und den «Distelboden», die nicht zur Gruppe um Gao und Eberli gehören. Operativ geführt werden die Betriebe von Thorsten Fink als Generaldirektor der Frutt Resort AG.

Engagement wird geschätzt

Vorerst hat die Gruppe keine weiteren Expansionspläne. «Wir sind davon überzeugt, dass es auf Melchsee-Frutt viele verschiedene Unternehmerpersönlichkeiten braucht und dies zur Attraktivität, Vielfalt und Nachhaltigkeit beiträgt», schreibt Thorsten Fink auf Anfrage. Auch Korporationspräsident Niklaus Ettlin sieht das Engagement der Gruppe positiv. «Die Hotellerie ist – vor allem in einem Saisongebiet wie der Frutt – ein hartes Geschäft. Wir müssen froh sein, dass sich die Investoren langfristig hier engagieren. Wir haben bisher immer einen guten Ton miteinander gefunden.»

Tangiert ist auch die Alpgenossenschaft Bettenalp und Grossstalden. Sie ist Inhaberin der Parzelle, auf der das Berghotel Bonistock steht. Alpvogt Walter von Rotz-Bucher erwähnt, dass man dank der Umsatzbeteiligung auch einen guten Verdienst aus dem Engagement der Gruppe habe.

Keine Änderung für die Gäste

Die Gründung der Berghotel Bonistock Betriebs AG erfolgte, weil sich nach dem Weggang des langjährigen Pächters Bruno della Torre eine gute Gelegenheit ergab, auch den «Bonistock» zu führen. «Wir können dadurch mögliche Synergien zwischen den Betrieben nutzen und nachhaltig wirtschaften», meint Thorsten Fink. Die GmbH wird den Hotel- und Gastronomiebetrieb als Pächterin im Berghotel Bonistock übernehmen. Die Frutt Resort AG leistet administrative, logistische und personelle Unterstützung. Zentrale Aufgaben in den Bereichen Technik und Unterhalt, Administration und Einkauf würden zukünftig gemeinsam übernommen, sodass den Mitarbeitern des «Boni­stocks» mehr Zeit für die Gäste bleibe, ergänzt Fink. «Zunächst wird das gegenwärtige Konzept beibehalten. Als Betriebsleiter konnten wir mit Reto Reinhard aus Sachseln einen Kenner und langjährigen Mitarbeiter des «Boni­stocks» gewinnen.»

Selbst wenn er nicht direkt involviert sei, begrüsse auch Yunfeng Gao die Betriebsübernahme. Er sei ebenfalls überzeugt, dass sich durch die Zusammenarbeit die Attraktivität der Destination weiter steigern lasse.

Längerfristige Pläne für «Bonistock»

Das Berghotel auf dem Bonistock ist allerdings auch schon etwas in die Jahre gekommen. Um die Attraktivität zu halten, werden also früher oder später Massnahmen nötig. «Die Eberli Sarnen AG ist bereits in die ersten Schritte für die Planung involviert», erklärt Thorsten Fink. «Da ist natürlich noch vieles sehr offen. Eine konkretere Planung ist erst möglich, wenn alle Faktoren bekannt sind, welche auch die Zukunft der Gesamtdestination Melchsee-Frutt beeinflussen.» Ein Faktor ist insbesondere das Baurecht, welches in den nächsten Jahren ausläuft und verlängert werden muss. Direkten Kontakt habe man deswegen noch keinen gehabt, sagt Alpvogt Walter von Rotz. «Ich glaube nicht, dass wir uns gegen ein Vorhaben stellen würden. Solche Weiterentwicklungen gehören in ein Tourismusgebiet. Natürlich werden wir das genau anschauen und auch darauf achten, dass wir nicht zu stark von den Investoren abhängig werden.» Man werde dann zu gegebener Zeit die über 300 Mitglieder informieren und herausfinden, was diese zum Wohl aller als machbar erachten würden.

Hotelbau-Bereich wird gebündelt

Die Eberli Sarnen AG hat sich in den letzten Jahren immer mehr auf die Entwicklung und den Bau von Hotels spezialisiert. Daneben hat Eberli Sarnen bei den beiden Hotels Frutt Lodge & Spa und Frutt Family Lodge den Betrieb aufgebaut und ist mit zwei Verwaltungsratsmandaten in der Frutt Resort AG vertreten. Zudem treibt das Unternehmen derzeit die Entwicklung des Hotelprojekts im Kurpark Engelberg voran. Aufgrund der umfangreichen Tätigkeiten im Hotel- und Gastrobereich hat der Verwaltungsrat der Eberli Sarnen AG beschlossen, diese in der neuen Geschäftseinheit Eberli Hospitality Development zu bündeln und mit einem spezifischen Dienstleistungsangebot am Markt zu platzieren.

Geny Hess an der Spitze

Seit dem 1. Oktober 2015 leitet Geny Hess als Geschäftsführer den neu geschaffenen Geschäftsbereich. Der Engelberger nimmt gleichzeitig Einsitz in der Geschäftsleitung der Eberli-Gruppe. Der ausgebildete Hotelier ist seit sechs Jahren für die Eberli Sarnen AG tätig.

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