Kerns

Entsorgungshof und Werkhof werden getrennt und optimiert

Aufgrund einer Machbarkeitsstudie entscheidet die Gemeinde Kerns, den Entsorgungshof am bisherigen Standort zu belassen. Der Werkhof dagegen soll in einen Neubau. Am 7. März kommt der Planungskredit an die Urne.

Robert Hess
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Der Entsorgungshof in Kerns soll an seinem bisherigen Standort bleiben, wo er ausgebaut und erweitert wird.

Der Entsorgungshof in Kerns soll an seinem bisherigen Standort bleiben, wo er ausgebaut und erweitert wird.

Bild: PD

Der Einwohnergemeinderat Kerns hat entschieden, den bisherigen Entsorgungshof beim Gemeindehaus am gleichen Standort baulich und in den Abläufen zu optimieren. In einem zweiten Schritt soll der heute angrenzende Werkhof abgetrennt und in einem Neubau auf der gegenüber liegenden Parzelle erstellt werden. Zu dieser Zukunftslösung kam der Kernser Gemeinderat aufgrund einer Machbarkeitsstudie, die Gemeindepräsident Beat von Deschwanden zu Beginn der Gemeindeversammlung am 24. November vorstellte.

Auch andere Standorte wurden abgeklärt

Prekäre Platzverhältnisse im Entsorgungshof und gewisse räumliche Konflikte mit dem angrenzenden Werkhof sowie die starke Zunahme der Wohnbevölkerung hätten den Gemeinderat dazu bewogen, eine andere Lösung zu suchen, erklärte Gemeindepräsident von Deschwanden. Eine Arbeitsgruppe habe auch die Auslagerung an einen neuen Standort, wie beispielsweise in die Industriezone Sand oder in den Bereich Hinterflue, geprüft. Doch habe sich der Gemeinderat für den zentralen bisherigen Standort entschieden, der über die notwendigen Infrastrukturen verfüge und optimal betrieben und überwacht werden könne.

Der Ausbau und die Erweiterung des Entsorgungshofes sieht unter anderem die Trennung von Werk- und Publikumsverkehr vor. Es stehen mindestens sieben Parkplätze bereit, die von den Entsorgenden genutzt werden können. Die Mulden werden entlang der Hinterfluestrasse angeordnet, sie werden – gleich wie die Zugänge – überdeckt. Es wird mit Investitionen von rund 769'000 Franken gerechnet, wobei die endgültigen Zahlen bis zu 25 Prozent höher oder tiefer ausfallen könnten.

Werkhof kommt in ein neues Gebäude

Der neue Werkhof soll auf der gegenüberliegenden gemeindeeigenen Parzelle erstellt werden. Die Anlage umfasst aus heutiger Sicht die Bereiche Einstellhalle, Lagerräume, Büro, Aufenthaltsräume sowie Nebenräume. Das Dachgeschoss über der Einstellhalle soll als Parkfläche ausgebaut und mit einer Rampe erschlossen werden. Der Neubau soll statisch so konzipiert werden, dass ein späterer Aufbau von zwei weiteren Geschossen möglich wäre. Die Investitionen werden auf 2,2 Millionen Franken geschätzt.

Für beide Projekte wird an einer Urnenabstimmung vom 7. März ein Planungskredit von 310'000 Franken vorgelegt. Die Inbetriebnahme ist auf Ende 2022 geplant.