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KERNS: Er will fünf Hotels und Politik unter einen Hut bringen

Thorsten Fink leitet fünf Hotels auf der Frutt. Dort übernachtet er zeitweise auch. Nun kandidiert der 44-Jährige auch als Kantonsrat – und hat schon eine ganz konkrete Idee.
Matthias Piazza
Thorsten Fink will in den Obwaldner Kantonsrat. (Bild: Corinne Glanzmann (Melchsee-Frutt, 28. Dezember 2016))

Thorsten Fink will in den Obwaldner Kantonsrat. (Bild: Corinne Glanzmann (Melchsee-Frutt, 28. Dezember 2016))

«Ich bin ein grosser Fan der direkten Demokratie in der Schweiz. Sie gibt den Bürgern viel Mitspracherecht», sagt Thorsten Fink. Geboren in Süddeutschland, erwarb er den Schweizer Pass und zog vor dreieinhalb Jahren mit seiner Schweizer Frau in die Schweiz, wo er nun die fünf Hotels auf der Frutt mit je nach Saison bis zu 150 Mitarbeitern führt.

Künftig will er es nicht beim Wählen und Abstimmen belassen. Er kandidiert zusammen mit einem Bisherigen und drei weiteren Neuen am 4. März für die Kernser FDP als Kantonsrat. «Meine Frau und ich wurden so herzlich mit offenen Armen empfangen, als wir damals in die Schweiz kamen. Mit meinem Engagement als Kantonsrat möchte ich etwas zurückgeben», begründet der 44-jährige Familienvater seine Kandidatur. Die FDP belegt aktuell mit Gerhard Durrer einen der 9 Kernser Sitze im Kantonsrat.

«Hervorragende Mitarbeiter vertreten mich»

An neun Sitzungstagen trafen sich die Kantonsräte im vergangenen Jahr im Sarner Rathaus. Zum Leben eines Kantonsrates gehören auch regelmässige Fraktions- und Kommissionssitzungen sowie Delegiertenversammlungen der Partei. Wie will er den Job als Direktor und das Amt des Kantonsrates unter einen Hut bringen? Er findet, dass dies problemlos aneinander vorbeigeht. «Meine persönliche Anwesenheit im Geschäft ist nicht immer gefordert. Meine Frau und hervorragende Mitarbeiter vertreten mich, wenn ich weg bin.» Käme dazu, dass die Hotels während rund dreier Monate im Jahr geschlossen seien. «Am meisten zu tun gibt’s während der Schulferien, aber dann finden ja keine Kantonsratssitzungen statt», erklärt er. «Ich bin flexibel genug, um den Betrieb und das Kantonsratsmandat unter einen Hut bringen zu können», ist der FDP-Kandidat überzeugt, der unter der Woche mit seiner Familie in Kerns wohnt. «Selbst von unserer Dienstwohnung auf der Frutt ist die Anreise nach Sarnen an eine Kantonsratssitzung problemlos machbar.» Auch wenn sein Einzug in das Obwaldner Parlament alles andere als sicher ist – die FDP müsste wohl einer anderen Partei den Sitz wegnehmen – hat Thorsten Fink schon klare Vorstellungen, was er im Sarner Rathaus erreichen will. «Als Hotelier liegt mir der Tourismus als sehr wichtiges und zukunftsträchtiges Gewerbe in Obwalden sehr am Herzen. Gerne würde ich mich politisch einbringen.»

Nicht alle sollen zur selben Zeit Schulferien haben

Er hat auch einen konkreten Vorschlag, den er in den Rat einbringen will: die Staffelung der Schulferien in den verschiedenen Kantonen, eine Idee, die im Bündner Kantonsparlament diskutiert wird. «Als ich dies vor rund zwei Jahren unserem Regierungsrat vorgeschlagen hatte, wurde ich belächelt.» Als Kantonsrat würde er nochmals einen Anlauf nehmen. «Wenn nicht in allen Kantonen gleichzeitig Schulferien wären, wären die Skipisten nicht überfüllt, es gäbe weniger Unfälle, und es kämen wieder mehr einheimische Gäste, dank freier Hotelbetten», ist Thorsten Fink überzeugt.

Klappt es mit der Wahl, müssen sich die Obwaldner Politiker vielleicht schon bald mit einem Vorstoss zum Thema Schulferien befassen – mit Hauptunterzeichner Thorsten Fink.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

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