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KERNS: Frutt-Bahnen sollen professioneller werden

Noch keine AG, aber doch ansatzweise eine neue Organisation der Frutt-Sportbahnen: Die Korporation will ihre Bahnenkommission für externe Kräfte öffnen.
Markus von Rotz
Ein Snowboarder im Frutt-Park. Die Anlagen auf Melchsee-Frutt werden am kommenden Wochenende geöffnet. (Bild Manuela Jans-Koch)

Ein Snowboarder im Frutt-Park. Die Anlagen auf Melchsee-Frutt werden am kommenden Wochenende geöffnet. (Bild Manuela Jans-Koch)

Markus von Rotz

«Wir machen zuweilen drei Schritte vorwärts und zwei nach hinten. So kommen wir zwar immer einen Schritt voran, aber vielleicht zum Teil etwas zu schwerfällig.» Das sagte Niklaus Ettlin, Präsident der Korporation Kerns an der Versammlung vom Dienstag. Bei der Korporation war es seit 2012 immer wieder zu Kündigungen und Freistellungen gekommen. Am Schluss bestand die Geschäftsleitung nur noch aus dem Pistenchef. Das erhöhte den Druck auf die Frage nach der Gründung einer Aktiengesellschaft. Die Korporation prüfte die Frage und verwarf sie. Nach einer Phase mit grossen Investitionen sei der Zeitpunkt dafür falsch, so Ettlin. Gleichwohl habe man «abgeklärt, wie wir die Führungsstruktur der Sportbahnen besser machen könnten hinsichtlich einer AG».

Nicht mehr nur politisch

Die Lösung liege vorerst in einer Öffnung der Sportbahnen-Kommission. Diese soll statt von den Korporationsbürgern künftig vom Rat gewählt werden, der noch ein Mitglied der Kommission stellt. «Wir möchten die Kommission bewusst auch nicht mehr nur nach politischen Kriterien zusammensetzen, und wir wollen Wissen und Beziehungen reinbringen.» Darum müsse die Kommission nicht mehr nur aus Korporationsbürgern bestehen. «Wir wollen die Tür öffnen für externe Leute.»

Höhere Entschädigung

Dazu soll das Grundgesetz der Korporation (Einung) geändert werden. Vorabklärungen beim Kanton hätten ergeben, dass dies möglich sei. Sicher müsste man dann auch das Entschädigungsreglement anpassen. «Mit 35 Franken Sitzungsgeld pro Stunde wird es nicht gehen, wenn wir Externe holen wollen, oder dann finden wir nicht die Richtigen», betonte Niklaus Ettlin. Er rief die Parteien auf, sich zum Vorschlag zu äussern. Bei einem Ja zur Änderung an der Frühlingsversammlung könnten die Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2016 nach der neuen Regelung erfolgen. Bis zum Frühling wolle man auch eine Langfriststrategie entwickeln und erst dann die Geschäftsleitung mit neuen Leuten komplettieren.

Ettlin verabschiedete am Dienstag das zurückgetretene Ratsmitglied Walter Röthlin, der seit 2006 in der Sportbahnen-Kommission und seit 2012 als deren Präsident gewirkt hatte. Für ihn seien die Bahnen «mehr als nur eine Herzensangelegenheit gewesen». Röthlin war im Gefolge der Turbulenzen und Kündigungen im Juni zurückgetreten.

Ab Samstag offen

red. «Wir haben genug Schnee und sind voll am Nachhelfen», sagte Korporationspräsident Niklaus Ettlin an der Versammlung vom Dienstag und gab bekannt, dass der Skibetrieb auf der Frutt dieses Wochenende teilweise aufgenommen wird. Offen sind die Pisten Bonistock–Bettenalp (Paradiesli), Bonistock–Frutt, Erzegg und Cheselen sowie die Talabfahrt zur Stöckalp.

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