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KERNS: Gesucht sind Aktionäre mit Leidenschaft

Die Käserei Bergmatt platzt aus allen Nähten, und das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Die Alpgenossenschaft Kerns will bis 2020 einen Neubau an einem attraktiveren Standort realisieren und weitere Beteiligte ins Boot holen.
Die Käserei Bergmatt (Gebäude in der Mitte) auf der Stöckalp wird durch einen Neubau an einem attraktiveren Standort ersetzt.Bild: PD

Die Käserei Bergmatt (Gebäude in der Mitte) auf der Stöckalp wird durch einen Neubau an einem attraktiveren Standort ersetzt.Bild: PD

Die Käserei Bergmatt auf der Stöckalp ist in die Jahre gekommen. Zwar hat der langjährige Pächter Werner von Rotz, der seit 38 Jahren auf der Bergmatt tätig ist, immer wieder modernisiert und die Produktionsanlagen in einem guten Zustand gehalten. «Aber das Gebäude ist sanierungsbedürftig und viel zu klein geworden», erklärt Niklaus Ettlin, Präsident der Alpgenossenschaft Kerns a. d. st. Brücke. Werner von Rotz wolle aus Altersgründen im Jahr 2020 aufhören. «Wir müssen auf diesen Zeitpunkt hin einen neuen Pächter suchen. Den würden wir aber für die Käserei im heutigen Zustand nicht mehr finden», erklärt Niklaus Ettlin den Hauptgrund, die Sanierung jetzt anzugehen.

Die Alpgenossenschaft hat beschlossen, einen Ersatzneubau an einem neuen Standort zu realisieren. Erste Schätzungen gehen von einem Investitions­volumen von rund 4,5 Millionen Franken aus. Dafür soll ein zweistöckiges Gebäude im traditionellen Stil entstehen, das Räume für die Milchverwertung und Produktion, Lagerräumlichkeiten, ein Verkaufslokal und eine Wohnung für den Betriebsleiter umfasst. «Die neue Lage direkt an der Fruttstrasse in der Nähe der Talstation der Gondelbahn ist wesentlich attraktiver. Wir hoffen, da auch vermehrt vom Touristenstrom profitieren zu können», erklärt Niklaus Ettlin. Zwar plane man keine Schaukäserei, aber vom Verkaufslokal aus soll es durch ein Fenster möglich sein, die Käseproduktion zu beobachten. «Ziel ist, dass wir 2020 die neue Anlage hochfahren, Erfahrungen sammeln und mit der Produktion starten können.»

1,2 Millionen Franken Aktienkapital

Zwar wären die Alpgenossenschaft Kerns und die Korporation Kerns finanziell in der Lage, das Projekt allein zu stemmen. Dennoch geht man einen anderen Weg. Es soll eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 1,2 Millionen Franken gegründet werden. Diese erhält dann von der Initiantin und Grundbesitzerin, der Alpgenossenschaft, das Baurecht für die Realisierung der neuen Käserei Bergmatt. «Die Alpgenossenschaft wird auf jeden Fall Mehrheitsaktionär sein. Wir möchten uns aber maximal mit 1 Million beteiligen», sagt Präsident Ettlin. Mindestens 200000 Franken will man extern auftreiben. «Natürlich ist eine AG auch eine finanzielle Risikominimierung, aber es geht hauptsächlich darum, dass das Projekt ein Miteinander sein soll», betont Niklaus Ettlin. «Wir möchten Bauern, Milchproduzenten, übrige Verwerter und Abnehmer wie beispielsweise Hotels ins Boot holen. Zudem gehen wir auch Stiftungen und Patenschaften für Projektbeiträge an.»

Informationsabend für potenzielle Aktionäre

Um möglichst viele potenzielle Aktionäre zu überzeugen, informiert die Alpgenossenschaft am Donnerstag öffentlich über das Vorhaben und die Finanzierung. Als Gastreferent konnte man Sepp Häcki gewinnen, der mit seiner Firma Kernser Edelpilze ein sehr gutes Vorbild für das Vorhaben sei, sagt Niklaus Ettlin. «Es braucht Mut, Beharrlichkeit und Leidenschaft, um solche Projekte zum Erfolg zu führen.»

Ab Donnerstag können sämtliche Interessierte Absichtserklärungen zur Aktienzeichnung abgeben. Am 9. Mai soll dann die Alpgenossenschaft beschliessen, die AG zu gründen und sie mit einem Darlehen von maximal 2 Millionen auszustatten. Je nachdem, wie hoch das externe Interesse an der Zeichnung von Aktien ist, wird zudem die genaue Höhe des Anteils der Alp­genossenschaft festgelegt.

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Informationsveranstaltung Ersatzneubau Käserei Bergmatt: Donnerstag, 30. März, 20 Uhr, Singsaal Schule Kerns.

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