KERNS: Gletscher-Erbe fordert die Ingenieure

Melchtal- und Aaregletscher haben im Sand eine komplexe Geologie hinterlassen. Auf der Baustelle Obermattli kommt diese nun zum Vorschein.

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Bauingenieur Heinrich Röthlin auf der Baustelle der Überbauung Obermattli im Kernser Weiler Sand. (Bild Christoph Riebli)

Bauingenieur Heinrich Röthlin auf der Baustelle der Überbauung Obermattli im Kernser Weiler Sand. (Bild Christoph Riebli)

Dort, wo einst das Hotel Bellevue und bis jüngst der «Kernserhof» standen, herrscht reger Baustellenbetrieb. Doch bevor die Überbauung Obermattli in die Höhe schiessen kann, muss erst der darunterliegende Baugrund vorbereitet werden. Eine besondere Herausforderung: «Es ist ein ganz heikler Boden», erklärt der zuständige Bauingenieur Heinrich Röthlin von der Slongo Röthlin Partner AG aus Stans. Die Baufachleute treffen auf soliden Baugrund aber auch auf unverfestigtes Material, das der Gletscher als Seitenmoräne neben sich herschob.

Um die Stützkonstruktionen für die Häuser zu errichten, die hangseitig bis zur Hälfte in die Erde hineingebaut werden, müssen die Bauleute praktisch alle Möglichkeiten des Spezialtiefbaus auffahren, wie Röthlin erklärt. Das hat auch Einfluss auf die Kosten der 26 Wohnungen, die in neun Mehrfamilienhäusern entstehen.

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