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KERNS: Im Neubau spriessen bald die Pilze

Die vorwiegend einheimischen Betriebe haben es geschafft. Der Rohbau der Kernser Edelpilzproduktion ist in Rekordzeit fertig geworden.
Philipp Unterschütz
Das neue Gebäude der Kernser Edelpilz GmbH im Rossfang. (Bild Philipp Unterschütz)

Das neue Gebäude der Kernser Edelpilz GmbH im Rossfang. (Bild Philipp Unterschütz)

Philipp Unterschütz

«Der Zeitplan ist ehrgeizig, aber wir sind genau auf Kurs», sagt Sepp Häcki, Mitinhaber der Kernser Edelpilz GmbH auf der Baustelle im Rossfang zwischen Kerns und Sand. Hier entsteht der modernste Edelpilzbetrieb Europas, welcher die Produktionskapazität der Kernser Firma um ein Vielfaches vergrössert. Die grosse Baustelle in der ruhigen Landwirtschaftszone, auf der das dreistöckige Gebäude mit einer Fläche von rund 10 000 Quadratmetern entsteht, ist tatsächlich augenfällig. Auf Anfang der Sommerferien sollte der Rohbau fertig sein, das hat man geschafft. «Aktuell sind rund 60 bis 70 Arbeiter auf der Baustelle, teilweise haben sie sogar an den Samstagvormittagen gearbeitet, um den engen Zeitplan einhalten zu können», lobt Sepp Häcki, der Einsatz aller Beteiligten sei hervorragend gewesen. Die planmässige Aufnahme der Produktion im Oktober ist äusserst wichtig. Denn die Bestellungen liegen quasi schon vor. «Wir müssen ab November liefern können, denn wir dürfen nach der Zentralschweiz neu auch den ganzen Offenverkauf der Migros Genossenschaft Zürich versorgen», sagt Sepp Häcki. Die Produktion von heute rund 4 Tonnen Pilzen wird mit dem Neubau in absehbarer Zeit auf rund 10 Tonnen steigen. Und auch der Markt für Pilzsubstrate wachse markant.

Kein Fehler auf der Zielgeraden

Doch noch sei man nicht am Ziel, sagt Sepp Häcki. Bis im September folgen im fertigen Rohbau nun der Einbau der Trennwände, der elektrischen und sanitären Anlagen, der Anlagen für Lüftung, Klima, Kühlung und Befeuchtung, Produktions-, Abfüll- und Verpackungsanlagen sowie der Innenausbau insbesondere auch für Verwaltung und Büros. «Wir konzentrieren uns auf die Hälfte des Gebäudes, die wir zuerst brauchen», erklärt Häcki. Insbesondere im Bereich der Produktionsfläche werde noch nicht alles fertig ausgebaut, da bestehe Potenzial für einen späteren Ausbau.

Beim Spatenstich verglich Sepp Häcki den Arbeitsstand mit dem Lauberhornrennen und meinte, man sei kurz vor dem Hundschopf, der Passage, die den Fahrern alles abverlangt. «Heute sind wir im Brüggli-S, der Passage kurz vor dem Ziel, wo man möglichst viel Tempo für die Schlusspassage mitnehmen muss und noch folgt das schwierige Ziel-S», meint Häcki und schmunzelt, da dürfe man dann nicht noch einen Kantenfehler machen.

Obwaldner Betriebe profitieren

Rund 70 bis 80 Prozent der Investitionen bleiben im Kanton Obwalden. Die Vergabe der Aufträge an das einheimische Gewerbe habe sich gelohnt, ist Häcki überzeugt. «Nicht nur der Stolz der Obwaldner, am Projekt mitzumachen, spielt eine grosse Rolle. Auch waren die Arbeiten einfacher zu koordinieren.» Im Elektrobereich hätten sich beispielsweise unter der Leitung des EWO vier Betriebe zusammengetan, um das Projekt stemmen zu können. Mittlerweile sind auch kritische Stimmen gegen den Neubau in der Landwirtschaftszone verstummt. «Auch mit der Pro Natura können wir kooperativ zusammenarbeiten, man hat dort verstanden, dass unsere Produktionsanlagen mithelfen, die übernutzten Wälder und die Waldpilze zu schützen», so Sepp Häcki.

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