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KERNS: Karatekas dürfen vom Weltmeister lernen

Zum 10. Mal wurde in Kerns das Shinkyokushin-Karate-Sommerlager durchgeführt. Als Gastinstruktoren waren Yuji Shimamoto aus Japan sowie der Litauer Lukas Kubilius anwesend.
Vor den Kämpfen stehen für die Lagerteilnehmer Lockerungsübungen auf dem Programm. (Bild: Birgit Scheidegger (Kerns, 12. Juli 2017))

Vor den Kämpfen stehen für die Lagerteilnehmer Lockerungsübungen auf dem Programm. (Bild: Birgit Scheidegger (Kerns, 12. Juli 2017))

«Wir sind hier wie eine grosse Familie», freuten sich Yuji Shimamoto und Lukas Kubilius. Der japanische Weltmeister aus Hiroshima weilt zum ersten Mal in der Schweiz und ist voll des Lobes über das Land und vor allem über das Essen. In den Camp-Teilnehmern sieht er gutes Potenzial für kommende Weltmeister. Lukas Kubilius nickt zustimmend. Lachend erklärt er: «Aber als ich hier ankam, hat es mir gar nicht gefallen, weil es so kalt war und geregnet hat.»

An den Weltmeisterschaften sind der Japaner und der Litauer erbitterte Gegner, in Kerns spannen sie zusammen und geben ihr grosses Wissen an die 55 teilnehmenden Karatekas weiter. «Uns stehen mit diesen beiden Top-Instruktoren ganz neue Trainingsmöglichkeiten offen, und wir können voneinander profitieren», betont Peter Steinmann, Lagerleiter, Landesvertreter des Karate-Verbands Swiss Shinkyoukushin Karate Association (SSKA) und Inhaber einer Karate-Schule.

Grosses Altersspektrum bei den Teilnehmern

Karate ist die hohe Kunst des unbewaffneten Kampfes, hält Körper und Geist fit und stärkt das Selbstvertrauen. Am Sommer-Camp waren die jüngsten Teilnehmer gerade einmal sieben Jahre alt, der älteste Karateka über 60-jährig. «Die Idee dieses Camps ist nicht nur das eigentliche Training, sondern auch das Kennenlernen von Karatekas aus der ganzen Schweiz und aus anderen Vereinen», betont Peter Steinmann. «Es ist kein Leistungslager, es geht mehr um Technik und Kampf.»

Dass Spass im Camp ganz oben steht, zeigte die lockere Atmosphäre am Samstagnachmittag in Kerns. Während der Grundschule, dem Kata-Training sowie dem Kampf-Training mit Schlagkissen und Sparring wurde viel gelacht. Vor allem die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ihren Spass mit den Englisch sprechenden Instruktoren. Der Litauer Lukas Kubilius versuchte es sogar mit einigen Brocken Deutsch.

Die Schweiz hat grosse Karate-Talente

Einige der Karatekas nehmen regelmässig am Sommer-Camp teil, während andere, wie der Ostschweizer Damin Asic, sich spontan anmelden. «Als ich von der Teilnahme des amtierenden Weltmeisters Shimamoto erfuhr, wollte ich unbedingt teilnehmen, denn von ihm kann ich noch viel lernen.» Mit einem Weltmeister zu kämpfen, sei etwas Besonderes, findet auch der Stanser Manuel Niederberger. «Es zeigt uns auch, dass wir alles, was wir täglich trainieren, wirklich anwenden können.»

Neben Kampf- und Technik-Training, einem Block Selbstverteidigung und Wasserfall-Übungen standen am Sonntagnachmittag auch Examinations­prüfungen auf dem Programm. «Die Schweiz zählt zu den Ländern mit grossen Talenten im Karate-Sport», so Peter Steinmann. Vielleicht löst der eine oder andere einmal Yuji Shimanmoto und Lukas Kubilius ab? Vielleicht sogar einer der diesjährigen Camp-Teilnehmer?

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

www.shinkyokushin.ch

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