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KERNS: Künstler annektiert in Obwalden Land

Auf dem Aecherlipass hat ein Künstler ein Stück Land von der Grösse eines Quadratmeters annektiert. Per Brief teilte er dem Bundesrat mit, dass die Schweiz im Land Arkadien keine Staatsgewalt mehr habe.
Das besetzte Land liegt im Kanton Obwalden auf dem Aecherlipass bei Kerns und ist ein Quadratmeter gross. (Bild: zvg)

Das besetzte Land liegt im Kanton Obwalden auf dem Aecherlipass bei Kerns und ist ein Quadratmeter gross. (Bild: zvg)

Gemäss Mitteilung vom Dienstag liegt Arkadien am Aecherlipass bei Kerns. Das ein Quadratmeter grosse Land sei am 14. Oktober «besetzt und zum arkadischen Hoheitsgebiet erklärt» worden, schreibt der Berliner Konzeptkünstler Peter Kees in einer Mitteilung.

Kees selbst bezeichnete sich gegenüber der Nachrichtenagentur sda als für die Schweiz zuständigen Botschafter Arkadiens. Sein Ziel sei, Arkadien weltweit zu verorten, sagte er.

Land des Glücks

Ein Visa Arkadiens können gemäss seiner Webseite alle Lebenslustigen erhalten. «Glücklosen, Sinnsuchern, Utopisten, Flüchtlingen, Schutzsuchenden, Träumern, Hilfesuchende und eiskalten Realisten wird Asyl gewährt.»

«Arkadien ist ein Quadratmeter Glück, Zufluchtsort, Freiheit. Es ist ein Gegenentwurf zur Verderbtheit der Zivilisation», sagte Kees. Arkadien sei eine Vision des idealen Landes. Die Sehnsucht danach ziehe sich durch die gesamte Kulturgeschichte Europas.

Der Begriff Arkadien taucht bereits in Dichtungen der Antike auf. Arkadien wurde auch später in Literatur und Kunst als irdisches Paradies beschrieben. Heute ist Arkadien auch ein griechischer Bezirk. Und zahlreiche Städte, Dörfer, Gewässer, Regionen sowie Geschäfte tragen den lateinischen Namen Arcadia.

Wie reagiert die Schweiz?

Kees ist sich bewusst, dass die Ausrufung des Staates Arkadien inmitten der Schweiz auch eine Provokation sei, weil dort das Schweizer Recht nicht mehr gelte.

Im Sommer hatte er bereits in Finnland und Deutschland ein Stück Land zum arkadischen Hoheitsgebiet erklärt. Beide Staaten hätten positiv auf seine Aktion reagiert, sagte Kees.

Wie die Eidgenossenschaft auf die Annexion eines Quadratmeters ihres Hoheitsgebiets reagiert, war bislang nicht zu erfahren. Eine Anfrage der sda an die Sektion Völkerrecht beim Departement für auswärtige Angelegenheiten blieb bislang unbeantwortet.

sda

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