Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KERNS: Mit dem Denkmalpfleger durchs Dickicht

Anlässlich der europäischen Denkmaltage lud Peter Omachen auf die Burgfluh: Der Park, der jetzt Wildnis ist, war vor 100 Jahren eine Oase.
Denkmalpfleger Peter Omachen liest vor grandioser Kulisse aus einem Hotelprospekt vor (links), rechts Teilnehmer der Führung im verwilderten Burgfluh-Park. (Bilder Christoph Riebli)

Denkmalpfleger Peter Omachen liest vor grandioser Kulisse aus einem Hotelprospekt vor (links), rechts Teilnehmer der Führung im verwilderten Burgfluh-Park. (Bilder Christoph Riebli)

cri. Unter dem Motto «Aufgegeben und vergessen» führte der Obwaldner Denkmalpfleger Peter Omachen am Samstag rund 60 Interessierte durch den verwilderten Park des einstigen Grand Hotels Burgfluh, das 1907/08 in Kerns vom bekannten St. Moritzer Architekten Karl Koller erbaut wurde. Dies anlässlich der europäischen Tage des Denkmals, die ganz im Zeichen von Gartenanlagen und Oasen standen. Also etwas, was in der Obwaldner Naturlandschaft eher rar ist. Zumindest im klassischen Sinn und in der Gegenwart.

«Fühlen Sie sich wie vor 100 Jahren und folgen Sie mir in den Hotelpark», forderte Omachen deshalb die Besucher auf. Beim Gang durchs Dickicht war Vorstellungsvermögen gefragt: Nicht viel vom heutigen Park erinnert an den Höhepunkt der touristischen Entwicklung der Belle Epoque. Einziges Relikt ist ein Blitzableiter auf der Burgfluh, dem höchsten Punkt der Wanderung.

Ein Park mit einem Bunker darunter

Die Anlage erinnert an einen englischen Landschaftspark, einst mit Pavillons und weiteren Rückzugsorten bestückt. Besonders gross war die Parkanlage, so dass das Geschrei vom abgelegenen Kinderspielplatz für die Hotelgäste wohl kaum zu hören war.

Und gar so gross, dass zwischen Kinderspiel- und Tennisplatz während des Kalten Krieges eine unterirdische Bunkeranlage Platz fand – 300 Meter von der Burgfluh entfernt, der Eingang mit einem künstlichen Fels getarnt. Als zweiter verlassener und vergessener Ort stand so ein Besuch vor diesem «Bataillons-KP» an, ein Kampf- und Führungsbau von 1966, wie ihn Militärhistoriker Bruno Bommeli bezeichnete. Als persönliche Niederlage verbuchte dieser, dass ihm das VBS den Schlüssel dazu nicht aushändigte. «Es ist feucht und dunkel und gibt nicht viel zu sehen», schilderte Peter Omachen den Ort, der seit 2005 als militärisches Zeugnis unter Schutz steht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.