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KERNS: Nadine Odermatt: Nun kann sie noch höhere Sprünge wagen

Die 16-jährige Leichtathletin Nadine Odermatt hat im Sommer ihre Lehre als Kauffrau bei der Gemeindeverwaltung Kerns begonnen. Da ihre sportlichen Leistungen sehr gut sind, hat die Gemeinde einen neuen Weg gefunden, um ihr Talent zu fördern.
Matthias Stadler
Nadine Odermatt mit Gemeindeschreiber Roland Bösch in der Gemeindekanzlei Kerns. (Bild: Corinne Glanzmann (12. Dezember 2017))

Nadine Odermatt mit Gemeindeschreiber Roland Bösch in der Gemeindekanzlei Kerns. (Bild: Corinne Glanzmann (12. Dezember 2017))

Matthias Stadler

matthias.stadler@obwaldnerzeitung.ch

Nadine Odermatt ist ein Leichtathletiktalent. Die 16-jährige Kernserin gewann heuer Gold im Hochsprung an den U18-Schweizer-Meisterschaften. Zudem durfte sie die Schweiz am European Youth Olympic Festival, einem europäischen Wettkampf mit Teilnehmern aus 50 Ländern, vertreten. Ihr gelang zudem im vergangenen Herbst der Sprung ins nationale Hochsprung-Nachwuchskader von Swiss Athletics, und sie erhielt die nationale Talent-Card von Swiss Olympic.

Solche Leistungen kommen bekanntlich nicht von alleine. Hartes Training ist für Nadine Odermatt angesagt. Dieses absolviert sie mit anderen Talenten in Sarnen sowie im nationalen Sportzentrum in Magglingen. Ihr Training absorbiert entsprechend viel Zeit. Seit Anfang August braucht auch ihre begonnene KV-Lehre bei der Gemeindeverwaltung Kerns Zeit. Es musste also ein Kompromiss gefunden werden. Wie kann die junge Sportlerin gefördert werden, ohne dass ihre Ausbildung dabei Schaden nimmt? Die Verantwortlichen der Gemeinde haben mit Nadine Odermatt, ihrem Trainer, ihren Eltern und mit dem Amt für Berufsbildung Obwalden nun eine Lösung gefunden, welche es so bei der Gemeindeverwaltung Kerns noch nie gab. Die 16-Jährige absolviert seit Anfang Dezember vorläufig ihr erstes Lehrjahr in einem 90-Prozent-Pensum. Sie arbeitet am Montag und Dienstag jeweils nur bis 15.30 Uhr statt 17.15 Uhr. Das schaufelt ihr Zeit frei, die sie fürs Training verwenden kann. Ansonsten würde ihr Tag zu lang, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. So kann sie etwa 200 Stunden pro Jahr zusätzlich zum Lernen und für ihre sportliche Karriere einsetzen.

In der Schule vom Sport dispensiert

«Diese Regelung ist eine grosse Erleichterung. So habe ich viel weniger Stress», erklärt sie. Auch in der Berufsschule muss sie nicht das ganze Pensum leisten. Sie ist vom Sport dispensiert.

Gemeindeschreiber Roland Bösch sagt, dass die Gemeinde «für eine optimale Planung Hand bieten wollte. Wir wollten es frühzeitig angehen und nicht erst dann, wenn Nadine an eine Grenze kommt.» Es sei schön, dass man die Gelegenheit habe, Na­dine Odermatt auf ihrem Weg zu unterstützen. «Zudem sind wir überzeugt davon, dass sie auch im Betrieb eine gute Leistung erbringen wird.» Sie habe bereits gut angefangen.

Gemeindeverwaltung erhält Auszeichnung

Die Gemeindeverwaltung musste bei der Ausgestaltung des Pensums nicht von null beginnen. Der Kanton und Swiss Olympic haben für solche Fälle das Konzept «leistungssportorientierte Lehrbetriebe» entwickelt. Darin steht, was bei einer solchen Lösung beachtet werden muss. So sei etwa eine hohe zeitliche Flexibilität für junge Leistungssportler essenziell. Dank dieser Lösung ist die Gemeindeverwaltung Kerns von Swiss Olympic nun als «leistungssportlicher Lehrbetrieb» ausgezeichnet worden. Zurzeit ist sie der einzige Lehrbetrieb in Nid- und Obwalden mit dieser Auszeichnung. Nadine Odermatt kann sich also künftig besser darauf konzentrieren, im Hochsprung noch höher zu springen.

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