KERNS: Nüsse knacken - keine Knacknuss mehr

Mit dem «Knackhit» knackt man die Schale, nicht aber die Nuss. Erfinder Anton Studer hat damit das Nussknacken revolutioniert.

Bea Zai
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So simpel wie genial sind die beiden Nussknackermodelle des Kernser Erfinders Anton Studer. (Bild: Bea Zai)

So simpel wie genial sind die beiden Nussknackermodelle des Kernser Erfinders Anton Studer. (Bild: Bea Zai)

Noch berufstätig liebte es der heute 83-jährige Anton Studer, in seiner kargen Freizeit durch den Kernwald zu streifen und Beeren, Baum- und Haselnüsse zu sammeln. Zu Hause dann kam es regelmässig zur Schlacht mit den Nussknackern. «Sie taugten alle wenig oder gar nichts», erinnert er sich. Nach seiner Pensionierung – er war beim Elektrizitätswerk Obwalden in leitenden Funktionen tätig sowie Berufsfachschullehrer – bremste eine schwere Krankheit den Nimmermüden. Dennoch: «Es muss doch möglich sein, nicht die Nuss, sondern lediglich deren Schale zu knacken. Und Nüsse knacken soll auch für meine Grosskinder ein Vergnügen sein», sagte er sich und ging ans Werk.

Vom Prototyp zum idealen Modell

Es brauchte viele Prototypen, bis Anton Studer mit seiner Erfindung zufrieden war. Heute sind zwei Nussknacker in unterschiedlichem, schlichtem Design erhältlich. Die beiden in der Schweiz hergestellten Modelle heissen «Lungo» und «Cubo» und werden unter dem Label «Knackhit» verkauft. Die exklusiven Nussknacker sind aus Schweizer Buchenholz (100 Prozent FSC zertifiziert) angefertigt. «Lungo», der Schlanke, ist zum Preis von 79 Franken erhältlich. «Cubo», der Kompakte, kostet 89 Franken. Beide sind zum Patent angemeldet und ihr Design ist international registriert.