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KERNS: Obwaldner sind Holzspaltmeister

Zwei Obwaldner konnten an der Schweizerischen Holzspaltmeisterschaft jubeln. Bei den Frauen siegten zwei Urnerinnen. Angetreten waren 136 Holzerinnen und Holzer.
Richard Greuter
Auf die Ruhe kommt es an: Handholzer messen sich in Kerns im Umgang mit dem Beil. (Bild: Richard Greuter (Kerns, 24. September 2017))

Auf die Ruhe kommt es an: Handholzer messen sich in Kerns im Umgang mit dem Beil. (Bild: Richard Greuter (Kerns, 24. September 2017))

Richard Greuter

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ich bin überglücklich!» Mehr war von Klaus Imfeld – noch ausser Atem – nicht zu erfahren. Der 48-jährige Landwirt aus Alpnach konnte am vergangenen Sonntag die Schweizerische Holzspaltmeisterschaft in der Kategorie Eliten für sich entscheiden und seinen Vorsprung von zwei Sekunden auf den Zweitplatzierten gar verdoppeln. Die Freude war dem neuen Schweizer Meister im Holzspalten ins Gesicht geschrieben. Ebenso freute sich das Publikum, das auf einen einheimischen Sieg hoffte. Die Kernser Forsthütte im Acheriwald und der grosse Vorplatz boten ideale Wettkampfbedingungen. Das sonnige Wetter, rassige Ländlermusik und ein eingespieltes Team sorgten für gute Stimmung.

Bei den Senioren (über 55 Jahre) war das Resultat nach dem ersten Durchgang noch ­offen. Der Urner Jakob Herger lag mit einem hauchdünnen Vorsprung von 62 Hundertstelsekunden vor dem 56-jährigen Vorjahressieger Leo Spichtig aus Sarnen. Doch im Final machte der Sarner alles klar und beendete die Ausmarchung mit einer Gesamtzeit von 1,39 Minuten. Seinem Kontrahenten misslang der Final völlig. Herger beendete die Ausmarchung mit 18 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz. «Ich lebe für das Holzspalten», freute sich Leo Spichtig.

Wettkampf-Feeling und ein sicherer Schlag

Bei den Holzerinnen belegten die beiden Urnerinnen Margrith Ziegler, Flüelen, und Marianne Jauch, Bristen, die ersten Plätze. Margrith Ziegler packte den Finaldurchgang mit grosser Ruhe an und gewann souverän mit mehr als 22 Sekunden Vorsprung. Und genau auf diese Ruhe komme es an, sagte OK-Präsident Dani Blättler von den Kernser Handholzern, die den Anlass organisierten. «Daneben braucht es ein Feeling für den Wettkampf und vor allem einen sicheren Schlag», meinte Blättler.

Jeder Handholzer bekommt im Wettkampf acht Rundholzklötze, je vier aus Tanne und vier aus Buchenholz, die er in 32 Scheite spalten muss. Die Zeit muss jeder Teilnehmer nach einem Glockenzeichen selber stoppen. Das Holz wird vor dem Wettkampf in Kisten bereitgestellt und unter den Teilnehmern ausgelost. Die Frauen und die Junioren erhalten nur sechs Holzklötze, und die Junioren müssen aus Sicherheitsgründen mit beiden Händen spalten. Von der gesamten Holzspaltmeisterschaft entstanden rund 12 Ster gespaltenes Holz, welches bei verschiedenen Picknickplätzen der Korporation Kerns verwendet wird.

OK-Präsident Dani Blättler freute sich, dass die Teilnehmerzahlen gegenüber früheren Jahren wieder gestiegen sind. An der Meisterschaft in Kerns waren 136 Athletinnen und Athleten aus der Ostschweiz, Baselland, dem Bernbiet und der Innerschweiz angetreten, und damit 20 Teilnehmer mehr als noch vor einem Jahr im luzernischen Hergiswil bei Willisau.

Der Abend war der Unterhaltung gewidmet. Nach der Rangverkündigung fand die Holzerparty mit dem Ländlertrio Echo vom Arvi und Barbetrieb statt.

Detaillierte Rangliste unter: www.obwaldnerzeitung.ch/bonus

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