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Kerns schliesst 3,5 Millionen Franken im Plus ab

Die Rechnung 2018 der Gemeinde Kerns lässt sich sehen. Das Plus ist allerdings zu einem wesentlichen Teil dem innerkantonalen Finanzausgleich zuzuschreiben. Die Steuerkraft bleibt unterdurschnittlich.
Markus von Rotz
Blick auf Kerns mit der Pfarrkirche. (Bild Pius Amrein, 28. März 2019)

Blick auf Kerns mit der Pfarrkirche. (Bild Pius Amrein, 28. März 2019)

Bei einem Gesamtertrag von 25,4 Millionen Franken schliesst die Gemeinde Kerns ihre Rechnung für das vergangene Jahr mit einem Überschuss von 3,5 Millionen Franken ab. Die Einnahmen liegen 2,5 Millionen über dem Budget. Die Finanzchefin Monika Keller-Eichenberger freut sich über die Zahlen und sieht darin auch eine langfristige Perspektive: Dieses Ergebnis gebe dem Gemeinderat «einen grösseren Spielraum sowohl für anstehende eigene Investitionen als auch für mögliche Auswirkungen der Finanzvorlage 2020 des Kantons», lässt sie sich in einer Mitteilung der Gemeinde zitieren. Allerdings sei der Abschluss «erneut von nicht beeinflussbaren Faktoren positiv geprägt». Sie nennt in diesem Zusammenhang namentlich die wegen verzögerten Investitionen tiefen Abschreibungen und den Finanzausgleich.

Aus letzterem hat die Gemeinde 1,2 Millionen Franken mehr eingenommen als budgetiert. Hier ist sie wie alle anderen Empfänger von der Finanzkraft der anderen Gemeinden abhängig. Diese hohen Beiträge seien darum nicht selber steuerbar.

Um 0,8 Millionen Franken über Budget liegen die Steuereinnahmen. Das ist insbesondere den natürlichen Personen (plus 0,7 Mio.) zu verdanken, während die der juristischen (Firmen) um 220000 Franken rückläufig waren und den tiefsten Wert seit 2012 erreichten. Um über 300'000 Franken höher als erwartet fielen die Grundstückgewinn- und die Handänderungssteuern aus. Die Steuerkraft der Gemeinde ist allerdings weiterhin unterdurchschnittlich.

Im Investitionsbereich gab es diverse Verzögerungen. So wurde das Darlehen an die Betagtensiedlung Huwel noch nicht ausbezahlt, die Sanierung des Schulhauses Dossen ist aufgeschoben, zudem verzögerten sich Tiefbauprojekte. Letztlich fielen statt Nettoinvestitionen von 5,8 Millionen Franken Mehreinnahmen von 180'000 Franken an.

Den Aufwand habe man um 55'000 Franken unterschritten. Eine Punktlandung gab es bei den Personalkosten mit einer Abweichung von 21'000 Franken auf ein Total von 11,8 Millionen. Das alles in allem gute Einzelergebnis erlaubt der Gemeinde ausserordentliche Abschreibungen von 2,6 Millionen Franken vorzunehmen. So bleibt in der Endabrechnung ein Plus von 0,9 Millionen. Aktuell weist die Gemeinde ein Pro-Kopf-Vermögen von 1105 Franken auf.

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