KERNS: Sie hilft Frauen nach Katastrophen-Geburten

Beatrice Ambauen berichtete zu Hause über ihre Arbeit zugunsten gebärgeschädigter Frauen in Bangladesch. Der Zulauf war gross.

Marion Wannemacher
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Beatrice Ambauen (rechts) gibt ihr Wissen heimischen Ärztinnen weiter. (Bild: PD)

Beatrice Ambauen (rechts) gibt ihr Wissen heimischen Ärztinnen weiter. (Bild: PD)

Vor fünf Jahren sind Beatrice und Xaver Ambauen mit der damals zweijährigen Tochter Janine von Kerns nach Bangladesch aufgebrochen. Beatrice Ambauen gab ihre Stelle als Gynäkologin am Kantonsspital Luzern auf, ihr Mann seine an der Kollegigärtnerei in Sarnen. Heute leitet sie die gynäkologische Abteilung am christlichen Lambspital im Nordwesten des Landes. Ihr besonderes Anliegen sind die Behandlung geburtsgeschädigter Frauen und die Ausbildung von Gynäkologinnen.

Sie berichtet von berührenden Schicksalen. Alle haben einen ähnlichen Leidensweg: Durch Verzögerungen bei der Geburt bleibt ihr Kind «stecken», das abgedrückte Gewebe im Geburtskanal stirbt ab, ein Loch bildet sich, eine sogenannte Fistel. «Fistel-Patientinnen sind Überlebende von Katastrophen-Geburten», erklärt Beatrice Ambauen. Inkontinenz und mögliche Unfruchtbarkeit haben auch Folgen für das gesellschaftliche Leben dieser Frauen.