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KERNS: Versteckspiel mit französischer Liebelei

Mit dem Theaterstück «Lotto spielt dr Otto» haben die Spielleute erneut Nägel mit Köpfen gemacht. Man darf nach Herzenslust lachen.
Bea Zai
Techtelmechtel von Otto Höfliger (links, Fredi Britschgi) mit Hugenot (Peter Amrhein). (Bild Bea Zai)

Techtelmechtel von Otto Höfliger (links, Fredi Britschgi) mit Hugenot (Peter Amrhein). (Bild Bea Zai)

Nach der bis auf den letzten Platz besetzten Premiere vom vergangenen Samstag im Singsaal lässt sich eines mit Sicherheit feststellen: Auch im 164. Jahr ihres Bestehens gelingt es den Kernser Spielleuten, ihrem treuen Publikum einen unbeschwerten Abend zu bieten. Unter der Regie von Daniel von Rotz ging der heitere Schwank in drei Akten von Jeannette Robia-Züger reibungslos über die Bühne. Er ist für Leute geschrieben, die gerne unbeschwert lachen, denen turbulentes Geschehen Freude bereitet und sie aus dem Alltag herausreisst. Die sich regelmässig an den Premieren treffende Kernser Grossfamilie Amrhein formulierte es nach der Aufführung treffend: «Wir klatschten alle um die Wette. Es war ein herrlicher Abend. Der einzige Haken ist, dass es keine Zugaben wie bei der Kernser ‹Muisig› gibt.»

Turbulenzen noch und nöcher

Was passiert denn so Lustiges in den gut zwei Stunden? Otto Höfliger (gespielt von Fredi Britschgi) kann das Lottospielen nicht lassen, obwohl seine schon fast krankhaft geizige Frau Gretli (Bernadette Küchler) Glücksspiele mehr hasst als die Pest. Wer ihr zu arm ist und darum ebenfalls auf die Nerven geht, ist Martin Koch (Marco Herger), Freund von Tochter Käthi (Nadia Küchler). In Ottos Haushalt wohnt auch seine ledige Schwester Lisi Höfliger (Regula Ettlin). Gretli und Lisi können sich nicht ausstehen. Was sie sich gegenseitig an Hässlichem antun, muss man miterlebt haben. Das Publikum jedenfalls krümmte sich vor Lachen. «Als Erste höre ich niemals auf», sagen beide Frauen. Fast wie im richtigen Leben!

Hugenot solls richten

Hugo Stähli (Peter Amrhein), Gerry Koch (Sepp Durrer) und Briefträger Bruno Hofstetter (Alfons Spirig) wissen um die Spielleidenschaft ihres Freundes Otto. Sie stützen ihn nach Möglichkeit. Hugo lässt sich als Hugenot aus Frankreich sogar auf ein Techtelmechtel mit Otto ein. Bleibt noch Magd Resli Huber (Karin Röthlin), die mit Hundeverkaufsabsichten und Fingerspielen für Verwirrung sorgt. Wer die Millionen bekommt, die Otto im Lotto doch noch gewinnt, sei nicht verraten.

Alle Darsteller spielen hervorragend. Sie haben ihre Stimmen und Gesten bestens im Griff und bilden zusammen mit Regisseur Daniel von Rotz sowie der gesamten Produktions- und Beizlicrew ein niet- und nagelfestes Team. Übrigens: Theaterbesuchende können ebenfalls Lotto spielen. Theaterurgestein Hans Amrhein führt an jeder Aufführung, die im Programm mit einer Lottokugel markiert ist, ein Sitzplatzlotto durch. Probieren geht über studieren.

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