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KERNS/ALPNACH: Bei der Schiessanlage stehen Investitionen an

Der Kugelfang der Schiessanlage muss erneuert werden. Das belastet auch die Gemeinden.
Die Schiessanlage Boll in Kerns. (Bild: Wendelin Kiser/OZ (08.06.2009))

Die Schiessanlage Boll in Kerns. (Bild: Wendelin Kiser/OZ (08.06.2009))

Im Zuge der Altlastensanierung ist auf der Schiessanlage Boll in Kerns, die von der Schützengesellschaft Kerns-Alpnach genutzt wird, vor sieben Jahren eine neue Kugelfanganlage erstellt worden. Doch diese befindet sich bereits in einem derart schlechten Zustand, dass sich eine Erneuerung über den Winter 2017/2018 aufdrängt. «Die Lebensdauer ist schon eher kurz ausgefallen», konstatiert der Kernser Gemeindevizepräsident Beat von Deschwanden. Seines Wissens komme bei der neuen Anlage ein anderer Anbieter in die Kränze.

Die Kosten für die Sanierung haben im Wesentlichen die beiden Gemeinden Kerns und Alpnach zu tragen, wie Beat von Deschwanden auf Anfrage festhält. Dies aufgrund einer Pflicht laut Militärgesetz und Schiessanlagenverordnung. So haben Gemeinden an den Unterhalt und die Erneuerung der Anlagen angemessene Beträge zu entrichten. «Als Gradmesser dient die Anzahl der Personen, welche die obligatorische Schiesspflicht zu leisten haben», erklärt der Departementsvorsteher. In Kerns und Alpnach gebe es aktuell insgesamt rund 330 Obligatorisch-Schützen. So zahlen die Gemeinden an die Kugelfangsanierung zusammen 80 Prozent (je maximal 24 000 Franken), die restlichen Kosten hat die gemeinsame Schützengesellschaft zu tragen.

Vereinbarung mit Schützengesellschaft

Bei der Erneuerung des Kugelfangs dürfte es in naher Zukunft nicht bleiben. «In den nächsten 15 Jahren ist für die Schiessanlage Boll mit Gemeindebeiträgen in der Höhe von 195 000 Franken zu rechnen», heisst es im neusten «Kerns informiert». So soll unter anderem auch die Trefferanzeige ersetzt werden. Kerns und Alpnach haben deshalb eine Vereinbarung mit der Schützengesellschaft abgeschlossen. Diese enthält ebenfalls einen pauschalen Unterhaltsbeitrag der Gemeinden von jährlich 3000 Franken, der hälftig aufgeteilt wird. Laut Beat von Deschwanden müssen die Beiträge nicht vom Stimm­volk bestätigt werden, da es sich um gebundene Ausgaben handelt. Sie seien aber jeweils im Budget ausgewiesen, zu dem die Stimmberechtigten Stellung nehmen können. Abklärungen hätten übrigens gezeigt, dass Alternativen wie eine Verlegung der Aktivitäten ins unterirdische Schiesszentrum Brünig Indoor höhere jährliche Kosten verursachen würden. (om)

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